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Diese 6 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Nach der gescheiterten Stabilisierung am deutschen Aktienmarkt im Wochenverlauf dürfte der DAX +0,09% am Freitag einen neuen Versuch wagen. Unterstützung kommt aus Übersee. In den USA hatten die Börsen am Vorabend nach einer Berg- und Talfahrt im Plus und nahe ihrer Tageshochs geschlossen und auch in Asien haben die Börsen aktuell einen Erholungskurs eingeschlagen.

Der deutsche Leitindex wurde am Freitagmorgen zeitweise 0,8 Prozent höher bei 13.014 Punkte taxiert. Damit zeichnet sich auf Wochensicht ein Verlust von knapp einem Prozent ab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,33% dürfte ebenfalls freundlich in den letzten Handelstag der Woche starten. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Nach einer Berg- und Talfahrt haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag im Plus geschlossen. Insgesamt bleibt die Stimmung aber angespannt angesichts der Rezessionsängste im Zuge einer hohen Inflation und steigender Leitzinsen. Der Dow Jones +0,48% gewann letztlich 0,6 Prozent auf 30.677 Punkte. Der marktbreite S&P 500 +0,81% legte um rund ein Prozent auf 3.795 Zähler zu. Der technologiewertelastige Nasdaq 100 +1,52% stieg um 1,5 Prozent auf 11.697 Punkte.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien haben die Aktienmärkte zum Wochenausklang deutlich zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte im späten Handel etwas mehr als ein Prozent zu. Auf Wochensicht steuert der Nikkei 225 auf ein zweiprozentiges Plus zu. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands legte im späten Handel knapp ein Prozent zu – seit vergangenem Freitag summieren sich die Gewinne auf knapp zwei Prozent. In der Sonderverwaltungszone Hongkong kletterte der Hang-Seng-Index +0,12% zuletzt rund eineinhalb Prozent zu. Sollte der Index bis zum Handelsende in dieser Höhe im Plus bleiben, wäre es ein Anstieg von etwas mehr als zweieinhalb Prozent in dieser Woche.

3. Ölpreise stabilisieren sich

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 110,30 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 49 Cent auf 104,76 Dollar.

Seit Mitte Juni stehen die Erdölpreise tendenziell unter Druck. Auslöser sind aufkommende Rezessionsängste. Befürchtet wird, dass die deutlichen Zinsanhebungen vieler Notenbanken im Kampf gegen die hohe Inflation die ohnehin fragile Konjunktur ins Straucheln bringt. Belastet wird die Wirtschaft seit längerem durch erhebliche Verspannungen im Welthandel, ausgelöst durch die Corona-Krise und verstärkt durch den Ukraine-Krieg.

4. Konjunkturdaten

Kurz vor dem Wochenende könnten einige Konjunkturdaten für Bewegung am Aktienmarkt sorgen. Während in Japan in der Nacht zum Freitag die Verbraucherpreise veröffentlicht wurden, steht in Deutschland das ifo-Geschäftsklima im Fokus. Das Bruttoinlandsprodukt wird außerdem in den Niederlanden sowie Spanien präsentiert und in den USA steht am Nachmittag ebenfalls das Verbrauchervertrauen neben neuen Daten vom Immobilienmarkt auf der Agenda. 

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten dürften allerdings die Papiere des Online-Modehändlers Zalando +2,99% "Federn lassen". Das Unternehmen befürchtet wegen der zuletzt stark eingetrübten Wirtschaftsperspektiven eine längere Nachfrageflaute. Daher wurden am Vorabend die Jahresziele zusammengestrichen. Für 2022 wird bestenfalls noch mit einem kleinen Umsatzwachstum gerechnet. Einige Analysten reagierten bereits mit Kurszielsenkungen. Die Aktien verlieren aktuell vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss rund elf Prozent.

Bankenwerte erholen sich dagegen auf Tradegate momentan von ihren Vortagesverlusten im zweistelligen Prozentbereich wieder etwas. Auf der Handelsplattform Tradegate legen sowohl die Papiere der Deutschen Bank -3,07% als auch der Commerzbank -2,37% zu.

Die Aktie der Deutschen Post +1,35% legten auf Tradegate um 1,5 Prozent zu. US-Konkurrenten Fedex -2,07% erzielte im jüngsten Geschäftsquartal deutlich mehr Umsatz und auch der Betriebsgewinn stieg. Fedex und Wettbewerber wie UPS -2,24% und DHL profitierten in der Pandemie stark vom Bestell-Boom im Internet.

6. Lage im Ukraine-Krieg

Die Ukraine kann sich als frischgebackener EU-Beitrittskandidat Hoffnungen auf eine Zukunft im gemeinsamen Europa machen. Zugleich aber wird die militärische Lage im östlichen Gebiet Luhansk für die ukrainische Armee immer brenzliger. Russische Truppen kämpfen sich vor und versuchen, die strategisch wichtige Stadt Lyssytschansk einzukesseln. Aus den USA kommen zusätzliche wichtige Waffen wie Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesysteme und Patrouillenboote.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj würdigte den EU-Kandidatenstatus für sein Land als einen historischen Moment. "Die Zukunft der Ukraine liegt in der EU", betonte er nach der Entscheidung der Staats- und Regierungschefs der EU beim Gipfel in Brüssel. Zugleich sei dies aktuell der größte mögliche Schritt zur Stärkung Europas, "während der russische Krieg unsere Fähigkeit auf die Probe stellt, Freiheit und Einheit zu wahren (Mit Material von dpa-AFX).

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