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Reederei-Aktien: Sorgen um Frachtraten belasten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Reederei-Aktie stehen am Mittwoch deutlich unter Druck. Mit teilweise zweistelligen Kursverlusten zollten die Papiere von Hapag-Lloyd und Moeller-Maersk der starken Kursrally in den vergangenen Monaten erneut Tribut. Analysten rechnen inzwischen fest mit einem Ende des Frachtraten-Booms. Dieser Index spielt dabei eine wichtige Rolle.  

Der Baltic Dry Index, ein wichtiger Preisindex für verschiffte Hauptfrachtgüter auf Standardrouten, ist seit Mitte Mai deutlich zurückgekommen. Alleine am Mittwoch fällt das Börsenbarometer um 2,7 Prozent auf 2.560 US-Dollar. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf skeptische Aussagen eines Experten der Nordnet Bank. Dieser habe die Anleger auf sinkende Frachtraten im Zuge der Normalisierung des Container-Markts und einer möglichen US-Rezession eingestellt.

Analysten senken den Daumen

Ein recht gutes Timing hatte mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung von Hapag-Lloyd der Citigroup-Analyst Sathish Sivakumar, der Ende Mai seine Kaufempfehlung aufgab. Kurz zuvor hatte Warburg-Experte Christian Cohrs sein Kursziel nochmals gesenkt, weil er ein Ende des Booms im Frachtgeschäft befürchtete. Er votiert allerdings schon lange mit "Sell" und hat so auch die Rally der Aktien verpasst. Seit dem Zwischentief im September 2020 hatten sich die Aktien zwischenzeitlich mehr als verelffacht.

Das machen Papiere von Hapag-Lloyd, Moeller-Maersk und Ernst Russ

Die Aktien von Hapag-Lloyd +0,51% sackten am Mittwoch zeitweise um rund zehn Prozent ab und notierten zuletzt noch rund neun Prozent schwächer bei 321,20 Euro. Aus charttechnischer Sicht fiel die Aktie damit unter die exponentielle 100-Tage-Linie und lieferte ein weiteres Verkaufssignal. Vom Rekordhoch im Mai ging es inzwischen um 33 Prozent abwärts – allerdings inklusive der Dividendenzahlung von 35 Euro je Anteil.

Die Aktien des dänischen Konkurrenten Moeller-Maersk -1,36% sanken derweil zur Wochenmitte um gut neun Prozent. Sie hatten ihren Höchststand Mitte Januar erreicht und verloren inklusive Dividendenabschlag seither gut 23 Prozent.

Deutlich stabiler präsentiert sich hingegen die Empfehlung des Anlegermagazins DER AKTIONÄR Ernst Russ +0,11% die lediglich um rund ein Prozent nachgibt. Auf Sicht der letzten zwölf Monate hatten die Papiere zuvor um rund 106 Prozent zugelegt. 

Ein-Jahres-Chart Ernst Russ (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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