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Airbus: Großauftrag treibt Aktie an

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Der Flugzeugbauer Airbus hat im Vorfeld der am Mittwoch in Berlin beginnenden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) einen Großauftrag an Land gezogen. Zudem will der Flugzeugbauer sein Geschäft mit Großraum-Transportern für militärische- und zivile Zwecke weiter ausbauen. Bei den Anlegern kommt dies am Dienstagmorgen gut an. 

Konkret will der britische Billigflieger EasyJet +0,41% die Erneuerung seiner Flugzeugflotte mit einem weiteren Großeinkauf bei Airbus vorantreiben. Vorgesehen sei der Kauf von 56 Mittelstreckenjets aus der Modellfamilie A320neo, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag in Luton bei London mit. Dazu habe sie eine bedingte Vereinbarung mit Airbus getroffen. Dabei übt EasyJet den Angaben zufolge Kaufrechte und Optionen aus einem früheren Vertrag aus. Zudem folgt der Billigflieger dem Trend zu größeren Maschinen: Anstelle von 18 bereits bestellten Flugzeugen in der Standardversion A320neo solle Airbus die gleiche Zahl Jets in der Langversion A321neo liefern.

A319 und A320-Modelle vor Ablösung 

Die Auslieferung der schon georderten Maschinen ist für die Jahre 2024 bis 2027 vorgesehen. Die 56 zusätzlichen Jets sollen in den Jahren 2026 bis 2029 zur EasyJet-Flotte stoßen. Sie sollen ältere Maschinen der Kurzversion A319 sowie ältere Airbus A320 ersetzen. Mit Blick auf die Antriebe hat EasyJet nach eigenen Angaben Vereinbarungen mit dem Triebwerksbauer CFM getroffen, der zu dem französischen Hersteller Safran -0,54% und dem US-Konzern General Electric gehört. 

Geschäft mit Transportflugzeugen rückt in den Fokus

Chef der Airbus-Rüstungssparte, Michael Schöllhorn, kündigte derweil an, dass Airbus sein Geschäft mit Großraum-Transportern für das Militär und zivile Anwendungen ausbauen will. "Mit dem Ausfall der Antonow-Flotte ist jetzt ein Vakuum in dem Bereich für Großraum-Transportflugzeuge entstanden. Wir wollen uns mit der Beluga in diesem Markt bewähren", sagte der Manager vor der am Mittwoch beginnenden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. Ein "persönliches Highlight" der Messe werde für ihn der Airbus-Transporter Beluga XL sein.

Verlegbarkeit durch Ukraine-Krieg eingeschränkt 

"Wir müssen unsere Satelliten unter bestimmten Bedingungen nach Kourou in Lateinamerika bringen. Das haben wir bisher häufig mit der Antonow gemacht. Im Moment fliegt die Antonow nicht mehr", sagte er mit Blick auf den ukrainischen Flugzeugbauer, der Ziel russischer Angriffe wurde. "Es geht auch um das Thema militärische Verlegbarkeit, wo sich auch die europäischen Streitkräfte mehr Gedanken machen, wie sie Gerät von A nach B bringen können. Und da spielt natürlich die Beluga durchaus auch eine Rolle in den Überlegungen."

Das machen die Papiere von Airbus und EasyJet

Bei den Anlegern kommt die Bestellung gut an: Die Airbus-Aktie -0,04% gewinnt am Dienstagmorgen rund 1,7 Prozent auf 98,70 Euro. Aus charttechnischer Sicht setzen sich die Papiere damit weiter von ihrem Sechs-Monats-Tief bei 93,12 Euro ab und steuern nun wieder auf die symbolisch wichtige 100-Euro-Marke zu. 

Ebenfalls nach oben ging es für die Easyjet-Aktie +0,41% . Nachdem die Papiere am Vortag im Zuge einer Prognosesenkung am Vortag deutlich unter Druck standen, ging es an der Londoner Börse zuletzt um 0,8 Prozent auf 447,20 Pence nach oben. Analysten trauen der Aktie deutliches Aufwärtspotenzial zu. 

Sechs-Monats-Chart Airbus (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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