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Amazon: Das steckt hinter dem Kurssprung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Amazon hat den Umsatz im zweiten Quartal trotz hoher Inflation und Rezessionssorgen deutlich gesteigert. Gleichzeitig verbuchte der weltgrößte Online-Händler allerdings einen deutlichen Gewinnrückgang. Trotzdem übertraf der US-Konzern die Markterwartungen deutlich. Die Amazon-Aktie reagierte darauf mit einem mächtigen Kurssprung.

Konkret kletterten die Erlöse im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 121,2 Milliarden Dollar (rund119 Milliarden Euro) zu, wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Betriebsgewinn sank dabei zwar von 7,7 Milliarden auf 3,3 Milliarden Dollar, übertraf jedoch die Erwartungen der Experten.

Preiserhöhung sorgen für Umsatzplus

Auch wenn der von der Pandemie beflügelte Shopping-Boom im Internet zu Ende ist, erhöhten Amazons Abo-Dienste die Umsätze um zehn Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Trotz Preiserhöhungen gelang es dem Konzern, neue Kunden für seinen Prime-Service mit kostenlosem Versand und Streaming-Diensten anzulocken, die in der Regel deutlich mehr Geld auf der E-Commerce-Plattform ausgeben als andere Nutzer.

Milliarden-Abschreibung wegen Rivian-Beteiligung

Unterm Strich verbuchte Amazon in den drei Monaten bis Ende Juni einen Nettoverlust von zwei Milliarden Dollar. Der Grund war aber, dass eine Beteiligung am Elektroautobauer Rivian -0,24% um 3,9 Milliarden Dollar abgewertet wurde. Das Unternehmen geriet im allgemeinen Abwärtstrend der Tech-Werte heftig an der Börse unter Druck und hatte Amazon bereits im vorherigen Quartal eine 7,6 Milliarden Dollar schwere bilanzielle Wertkorrektur und rote Zahlen eingebrockt.

Wertvolle Cloud-Sparte weiter auf Kurs

Das für Amazon wegen seiner hohen Profitmargen äußerst wichtige Cloud-Geschäft mit Speicherplatz und Anwendungen im Internet florierte weiter. Das Flaggschiff Amazon Web Services steigerte die Erlöse um knapp ein Drittel auf 19,7 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn der Cloud-Plattform nahm um rund 36 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar zu. Amazons immer wichtigeres Online-Werbegeschäft erhöhte die Erlöse um 18 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar.

Das macht die Amazon-Aktie

Auf dem Finanzmarkt kam der Quartalsbericht gut an. Die Amazon-Aktie -0,68% stieg im vorbörslichen US-Handel am Freitag zeitweise um mehr als 12 Prozent. Besonders der Geschäftsausblick auf das laufende Vierteljahr erfreute die Anleger. Amazon stellte ein Umsatzwachstum von bis zu 17 Prozent auf 125 Milliarden bis 130 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit einer Prognose von 127 Milliarden Dollar gerechnet.

Mit Material von dpa-AFX.
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