DAX®12.139,68-0,72%TecDAX®2.655,13+0,04%Dow Jones 3029.134,99-0,43%Nasdaq 10011.271,75+0,16%
finanztreff.de

Cannabis-Aktien: Sicherheit steht an erster Stelle

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Bei der geplanten kontrollierten Freigabe von Cannabis in Deutschland soll der Schutz vor Gesundheitsschäden eine zentrale Rolle spielen. Vorgegangen werde nach dem Prinzip "Safety first" (Sicherheit zuerst), sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Donnerstag bei einer Expertenanhörung zur Vorbereitung des Gesetzgebungsverfahrens in Berlin. Die Kurse der Cannabis-Aktien profitierten davon allerdings nicht.  

"Die derzeitige, vorrangig repressive Umgehensweise mit Cannabis ist gescheitert", sagte Lauterbach. Er verwies unter anderem auf einen steigenden Konsum, mehr Cannabis-Verunreinigungen, und dass der Markt aggressiver geworden sei. Die Ampel-Koalition habe sich daher fest vorgenommen, diesen "Kurswechsel" vorzunehmen. SPD, Grüne und FDP haben im Koalitionsvertrag vereinbart, eine "kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften" einzuführen. Nach vier Jahren sollen Auswirkungen ausgewertet werden.

Gesetzgebungsverfahren für 2023 angestrebt

Lauterbach sagte: "Es ist für viele ein lang ersehnter Schritt." Das Vorhaben sei aber "alles andere als trivial". Zu klären seien unter anderem Aspekte des Jugendschutzes, aber auch im Strafgesetzbuch, im Steuerrecht oder im Straßenverkehrsrecht. Auf der Grundlage von Experteneinschätzungen solle im Herbst ein Eckpunktepapier und Ende des Jahres ein Gesetzentwurf vorlegt werden, "so dass wir dann mit dem Gesetzgebungsverfahren im nächsten Jahr durchstarten können."

Das machen die Cannabis-Aktien 

An der Börse zeigten sich die Anleger von der Rede unbeeindruckt, da es trotzdem noch mindestens bis 2023 dauert, bis Cannabis in Deutschland legalisiert wird und die Umsätze für die Big Player niedriger als bisher angenommen ausfallen könnten. Die Aktien von Aurora, Cannopy Growth und Tilray setzen ihre jüngste Talfahrt am Donnerstag fast ungebremst fort. Seit Ende 2019 steht die Papiere der Cannabis-Branche unter Druck. Alleine auf Sicht der letzten zwölf Monate fielen die Papiere Aurora, Cannopy und Tilray um jeweils rund 80 Prozent. 

Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 39 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen