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Commerzbank: Milliardengewinn trotz Rezession erwartet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Nach einem guten ersten Halbjahr hat der Commerzbank-Vorstand sein Gewinnziel fest im Blick. Konzernchef Manfred Knof erwartet, trotz der sich abkühlenden Konjunktur, keine Pleitewelle, die zum Risiko werden könnte. Der Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) äußerte sich positiv zu den Zielen des zweitgrößten deutschen Geldinstituts.

"Die Bundesregierung ist sehr zufrieden mit der Entwicklung der Commerzbank", sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) am Donnerstag bei einer Bankentagung. "Wir haben keinerlei gesetzliche oder sonstige Verpflichtung, schnelle Entscheidungen zur Commerzbank zu treffen, sondern wir wollen eine gute Entwicklung dieser Bank am Finanzplatz Deutschland, weil wir ihre wichtige Rolle kennen."

Deutscher Staat weiterhin größter Einzelaktionär 

Der Staat hatte die Frankfurter Großbank, die mitten in der Finanzkrise die kriselnde Dresdner Bank geschluckt hatte, 2008/2009 mit mehr als 18 Milliarden Euro Steuergeldern vor dem Kollaps bewahrt. Die staatlichen Hilfen hat die Commerzbank bereits vor Jahren zurückgezahlt, der Bund ist aber bis heute größter Einzelaktionär des Instituts mit einem Anteil von 15,6 Prozent.

Über den Verkauf dieses Anteils wird immer wieder spekuliert. Nach Angaben der vorherigen Bundesregierung müsste der Bund je Aktie etwa 26 Euro erzielen, um das Commerzbank-Engagement ohne Verlust zu beenden. Zuletzt lag der Kurs der Aktie bei etwa 7 Euro.

Commerzbank-Chef rechnet weiter mit Milliardengewinn

Der Anfang 2021 als Sanierer angetretene Vorstandschef Manfred Knof hat den Sparkurs verschärft und die Commerzbank zurück in die Gewinnzone geführt. Im ersten Halbjahr 2022 verdiente der MDax-Konzern trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen infolge des Ukraine-Krieges 768 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen Überschuss von mehr als einer Milliarde Euro an. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Konjunktur nicht noch deutlicher verschlechtere, hieß es Anfang August.

"Wir haben ja schon einen Großteil der Wegstrecke erzielt, deswegen bin ich immer noch vorsichtig optimistisch", sagte Knof am Donnerstag bei der Handelsblatt-Bankentagung in Frankfurt. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass, wenn das hier nicht zu einer Vollkatastrophe und Vollbremsung führt, dass wir natürlich unsere Ziele erreichen können", sagte der Commerzbank-Chef.

Das macht die Commerzbank-Aktie 

Für die Aktie der Commerzbank -0,36% geht es am Donnerstagnachmittag um rund 4,6 Prozent nach oben. Damit zählen die Papiere zu den größten Gewinnern im MDAX. Gleichzeitig färbt sich die Performance seit Jahresanfang durch den heutigen Kursanstieg grün. Insgesamt hat die Commerzbank-Aktie im laufenden Börsenjahr rund drei Prozent gewonnen (mit Material von dpa-AFX). 

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