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Covestro: Das macht Mut

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Zum Wochenauftakt setzt die Covestro-Aktie ihre Bodenbildung fort. Dabei profitieren die Papiere des Chemieriesens von positiven Äußerungen des Covestro-Finanzchefs Thomas Toepfer. In einem Interview mit der Börsen-Zeitung gab sich der Manager zuversichtlich und sieht den Kunststoffkonzern auch für den Fall eines Gasengpasses insgesamt gut aufgestellt.

"Natürlich haben wir, wenn Gaslieferungen aus Russland ausbleiben, ein großes gesamtgesellschaftliches Problem", betonte Toepfer gegenüber dem Magazin. Allerdings stehe in Deutschland nur ein Viertel der globalen Produktionskapazitäten des DAX-Konzerns. "Selbst wenn wir in Deutschland jetzt eine 20- oder 30-prozentige Gaskürzung erfahren würden, wäre nur ein kleiner Teil des globalen Outputs betroffen. Wir bereiten uns in Deutschland auf den Notfall vor, aber es wird das Unternehmen in keinem Fall umwerfen."

Auswirkungen schwer kalkulierbar 

Sollte es zu einem Gasengpass kommen, könnten Anlagen bis zu einer bestimmten Teillast herunterfahren werden. "Alles, was darunter ist, bedeutet dann die Stilllegung der Anlage. Der Einfluss auf unser Ergebnis ist wirklich sehr schwer zu schätzen. Das hängt von der prozentualen Kürzung ab und vom Zeitpunkt." Zuletzt dürften die Geschäfte aber erst einmal noch tendenziell etwas besser gelaufen sein als vom Unternehmen im Mai avisiert. Die Drosselung der Gaslieferungen Russlands hätten für Covestro bislang noch keine spürbaren Folgen gehabt. "Unsere Produktion läuft ganz normal", so Toepfer.

Auf der Suche nach Alternativen

Gleichzeitig arbeitet Covestro, wie andere Unternehmen arbeitet auch, an der Verringerung der Gasabhängigkeit, allerdings sind das vorerst eher Tropfen auf den heißen Stein. Kleinere Maßnahmen würden helfen, die Abhängigkeit zu verringern, aber im Gesamtkonzert sei das vergleichsweise gering, erklärt Toepfer. Zudem stehe beispielsweise in Brunsbüttel ein ölbetriebener Dampfkessel, der wieder in Betrieb genommen werden solle. Ende des Jahres soll es dann so weit sein.

Das macht die Covestro-Aktie

Die Covestro-Aktie -0,96% stieg im frühen Handel als einer der Favoriten im DAX-0,72% um rund drei Prozent auf 33,26 Euro, während der deutsche Leitindex um knapp 1,4 Prozent zulegte. Damit stabilisierten sie sich weiter, nachdem sie Anfang Juli mit 30,73 Euro auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 gefallen waren. Trotz der Kursgewinne vom Wochenauftakt zählt die Covestro-Aktie im bisherigen Börsenjahr 2022 mit einem Minus von gut 37 Prozent zu den schwächsten DAX-Werten. Analystin Georgina Fraser von der Investmentbank Goldman Sachs hatte allerdings erst Anfang Juli darauf hingewiesen, dass Covestro besser dastehe als andere diversifizierte deutsche Chemiekonzerne und zudem der einzige Wert sei, in dessen Aktienkurs in den Augen von Investoren das Negativszenario in puncto Gasversorgung schon eingepreist sei.

Sechs-Monats-Chart Covestro (in Euro)

Mit Material von dpa-AFX.

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