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DAX-Update: Erholungsrally geht weiter

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Nach dem schwungvollen Oktober-Beginn setzt  sich der jüngste Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt am Dienstag eindrucksvoll fort. Der DAX -0,24%  kletterte zur Mittagszeit um 3,2 Prozent auf 12.600 Punkte. Der MDAX +0,27% legt derweil um rund 2,8 Prozent auf 23.301 Punkte zu. Als Kurstreiber gilt die Hoffnung auf eine weniger harte Geldpolitik der Notenbanken. 

Noch in der Vorwoche war der DAX mit 11.862 Punkten auf den tiefsten Stand seit November 2020 gefallen. Auf überverkauftem Niveau hatten jüngst viele Börsianer auf eine nahe Stabilisierung hingewiesen. Die US-Indizes, die am Vortag ebenfalls stark in den Oktober gestartet waren, geben das Erholungstempo mit vor. Nach dem schwächsten September der vergangenen zwanzig Jahre hätten vor allem enttäuschende Stimmungsdaten aus der US-Industrie geholfen, hieß es bei den Experten der Credit Suisse. Dieser Dämpfer habe die Sorgen davor gemildert, dass die US-Notenbank Fed in der Geldpolitik die Zügel noch weiter anzieht.

Abschwung könnte Zinsanhebungen verlangsamen

Notenbanken könnten generell bei nachlassendem Wirtschaftsschwung die Geldpolitik nicht mehr ganz so straff gestalten wie zuletzt, zum Vorteil für die Aktienmärkte, hieß es unter Marktbeobachtern. "Am deutschen Aktienmarkt dominiert die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed schon bald ihren Fuß vom Gaspedal im derzeitigen Zinserhöhungszyklus nehmen könnte, um die US-Wirtschaft vor einem Kollaps zu bewahren", schrieb Analyst Timo Emden von Emden Research.

Chipwerte top, Rüstungsaktien Flopp 

Unter den Einzelwerten präsentiert sich derweil ein gemischtes Bild. So ziehen die Chipwerte deutlich an. Infineon +1,09% gewannen unter den Top-Werten im DAX rund 4,6 Prozent. In Asien bereits waren Techwerte sehr gefragt. Die Hoffnung auf etwas weniger Druck seitens der Notenbank trieb den zinssensiblen Sektor an. Adidas -1,51% und Puma +0,24% erholten sich mit Kursgewinnen von jeweils an die fünf Prozent von ihren jüngsten Verlusten im Zuge der enttäuschenden Quartalszahlen von Nike +0,54%.

RWE -1,04% ließen es nach ihrem deutlichen Vortagesgewinn nun etwas ruhiger an. Mit plus 1,3 Prozent pendelten sie um die 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt. Der Energieversorger teilte nun mit, den Kohleausstieg um acht Jahre auf das Jahr 2030 vorzuziehen. Zugleich sollen zwei Kraftwerksblöcke, die nach derzeitiger Rechtslage Ende des Jahres stillgelegt werden sollten, bis ins Frühjahr 2024 weiterlaufen.

Abwärts geht es hingegen für die Papiere von Rheinmetall +2,47% mit einem Minus von 5,3 Prozent. Börsianer führten dies auf Meldungen australischer Zeitungen zurück, wonach sich die Entscheidung zwischen dem Luchs-Spähpanzer und dem koreanischen Konkurrenten Redback im Rahmen des Rüstungsprogramms "Land 400 Phase 3" verzögert. Im Auftragsziel von Rheinmetall für 2022 sei wohl ein ordentlicher Posten aus Australien enthalten, hieß es am Markt.

Medienwerte hinkten dem starken Markt ebenfalls hinterher. ProSiebenSat.1 -1,98% traten nach der überraschenden Ankündigung eines Wechsels an der Führungsspitze prozentual quasi auf der Stelle wie auch die Aktien der RTL Group -0,91%. Hier stieß die Nachricht, dass das Unternehmen seine Anteile am französischen TV-Branchenkollegen M6 nicht verkaufen wird, auf wenig Begeisterung (mit Material von dpa-AFX).

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