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Deutsche Post: Neuigkeiten zum digitalen Briefversand

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Inhaber eines E-Mail-Kontos bei den 1&1-Diensten GMX und Web.de können künftig herkömmliche Briefe auf Papier aus einem neuen Online-Office heraus versenden. Die Dokumente lassen sich mit der Funktion "Als Brief versenden" an die Deutsche Post übermitteln. Dort werden sie ausgedruckt, frankiert und auf dem Postweg als gedruckter Brief an die Empfänger-Adresse zugestellt, wie die United-Internet-Marke -0,03% 1&1 und die Deutsche Post -0,56% am Montag mitteilten.

Bisheriger Post-Service wird teilweise eingestellt

Parallel zur Einführung des neuen Dienstes stellt die Deutsche Post ihren Service E-Post für Privatkunden bis Ende November 2022 ein. Der Dienst war 2010 gestartet worden, damit Post-Kunden ihre Briefe gleichzeitig analog und digital auf den Weg schicken können. Seit 2020 war aber nur noch der klassische Versand in Papierform möglich.

Die Deutsche Post empfiehlt privaten Nutzern nun, die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de sowie die eigene Post & DHL App als Alternativen für hybride Briefdienstleistungen zu nutzen. Für Geschäftskunden werde E-Post als Plattform zur Digitalisierung der Briefkommunikation "hingegen unverändert fortgeführt und weiter ausgebaut".

Bereits mehrjährige Zusammenarbeit

Die Deutsche Post und 1&1 kooperieren bereits seit gut zwei Jahren beim Briefversand. So kann die Post ihren Privatkunden über die Dienste von Web.de und GMX vorab per E-Mail mitteilen, welche Sendungen im Briefverkehr sie im Laufe des Tages zustellen wird. Dabei wird in einer E-Mail ein Foto des Briefumschlags gesendet. Der Dienst ist kostenfrei und steht theoretisch den 35 Millionen Nutzern der beiden 1&1-Dienste zur Verfügung.

Zum Start des neuen Dienstes können Nutzerinnen und Nutzer von Web.de und GMX während einer Testphase bis Ende des Jahres monatlich drei analoge Briefe pro E-Mail-Konto kostenlos versenden. Was ein digital erstellter Brief im Ausdruck und analogen Versand nach Ablauf der Testphase kosten wird, steht noch nicht fest.

Der Aktie der Deutschen Post lieferte die Meldung keine positiven Impulse. Im schwachen Marktumfeld schloss sie 1,2 Prozent im Minus bei 36,42 Euro. 

(mit Material von dpa-AFX)

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