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Deutsche Post: Starke Quartalszahlen lassen Aktie abheben

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Ein starkes Frachtgeschäft hat der Deutschen Post im zweiten Quartal ein zweistelliges Gewinn- und Umsatzwachstum beschert. Während das Management die Prognosen für 2022 und 2024 bestätigte, geht es für die Aktie der Deutschen Post am Freitagvormittag als Spitzenreiter an der DAX-Spitze deutlich nach oben. 

Konkret steigerte die Post ihren Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf gut 24 Milliarden Euro. Davon blieben als operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rund 2,3 Milliarden Euro übrig, gut 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach sechs Monaten summiert sich der operative Gewinn damit auf 4,5 Milliarden Euro. Sollte es so weitergehen, könnte die Post ihr operatives Ergebnis von 2021 im Gesamtjahr übertreffen.

Prognosen bestätigt

Entsprechend zuversichtlich zeigte sich das Management um Konzernchef Frank Appel und bestätigte die Ziele für 2022 und 2024. Für das laufende Jahr rechnet der DAX-Konzern weiterhin mit EBIT zwischen 7,6 und 8,4 Milliarden Euro – und damit bis zu fünf Prozent weniger oder mehr als im Vorjahr. Dabei wird der Vorstand jetzt etwas konkreter: Je nach wirtschaftlicher Entwicklung – also einer drastischen Abkühlung der Weltwirtschaft oder einer nur allmählichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums – läge der operative Gewinn eher in der unteren oder oberen Hälfte. Sollte sich Geschäftsentwicklung unverändert fortsetzen, sei sogar ein operativer Gewinn von mehr als 8,4 Milliarden Euro möglich. 

Logistik-Sparte beflügelt Gewinnwachstum

Den Großteil des Ergebnisses steuerte von April bis Juni wie schon im ersten Quartal vor allem das Firmenkundengeschäft der Logistik-Sparten bei. Gleichzeitig normalisierte sich das vom Online-Handel bestimmte Privatkundengeschäft, weil die Menschen nicht mehr so viele Waren im Internet bestellten wie noch vor einem Jahr, als Corona-Maßnahmen das Leben eingeschränkt hatten. Dies hatte der Vorstand allerdings auch so erwartet. Unterm Strich entfiel auf die Aktionäre im zweiten Quartal ein Gewinn von knapp 1,5 Milliarden Euro und damit 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das sagen die Analysten

Branchenexperte Alex Irving vom Analysehaus Bernstein zeigte sich von den Zahlen positiv überrascht. Das Geschäft der Post scheine von den konjunkturellen Sorgen kaum bis gar nicht betroffen zu sein, schrieb er am Morgen. Gleiches gelte für die Abschwächung des Online-Handels, der die gesamte Branche beeinträchtigt habe. Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Deutsche Post auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 42,50 Euro belassen.

Noch zuversichtlicher ist indes die US-Bank JPMorgan. Die Bonner hätten im zweiten Quartal beruhigend gut abgeschnitten, schrieb Analyst Samuel Bland am Freitag in einer ersten Reaktion auf den Zwischenbericht. Er rechnet mit leicht steigenden Markterwartungen. Sorgen um das mittelfristige Gewinnniveau dürfte es aber weiter geben. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Deutsche Post auf "Overweight" mit einem Kursziel von 56,70 Euro belassen.

Das macht die Aktie der Deutschen Post

Beflügelt von den Ergebnissen, die besser ausfielen als von den Analysten erwartet hatten, legte die Post-Aktie +1,74% kurz nach dem Handelsstart um mehr als vier Prozent zu. Diese Kursgewinne wuchsen zuletzt auf ein Plus von rund sieben Prozent an. Damit setzten sich die Papiere an die DAX-Spitze -0,72%.

Sechs-Monats-Chart Deutsche Post (in Euro)

Mit Material von dpa-AFX.

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