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Deutsche Telekom: T-Mobile kündigt Aktienrückkauf an

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in zweistelliger Milliardenhöhe angekündigt. Durch die Maßnahme könnte eine Neubewertung der Aktie des deutschen Mutterkonzerns Deutsche Telekom erfolgen. Bei den Anlegern kommt dies gut an: An der Börse entwickeln sich beide Anteilsscheine am Freitagvormittag jedoch unterschiedlich.

Das Führungsgremium des Konzerns habe einem Aktienrückkaufprogramm von bis zu 14 Milliarden Dollar (rund 14 Milliarden Euro) zugestimmt, hieß es in einem in der Nacht zum Freitag veröffentlichtem Börsendokument. Für das Vorhaben hat das US-Management bis Ende September 2023 Zeit. Analysten hatten unterdessen ein größeres Volumen erwartet.

Wichtige Details noch unbekannt

Wie T-Mobile US weiter mitteilte, seien genauer Zeitpunkt, Preis und Umfang des Rückkaufs noch unklar und abhängig von Markt- und Wirtschaftsbedingungen. 2022 könnten bereits Anteile für bis zu drei Milliarden Dollar zurückgekauft werden. Wenn Aktien bei einem solchen Vorhaben eingezogen werden, sinkt die Anzahl aller ausstehenden Anteile. Aktionäre wie die Deutsche Telekom, die laut T-Mobile US "derzeit keine Verkaufsabsicht" haben, profitieren dabei, weil deren Beteiligung dadurch automatisch steigt.

Mehrheit an T-Mobile angestrebt 

Die Bonner wollen sich über kurz oder lang mehr als 50 Prozent an der Tochter aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington sichern. Zuletzt lag der Anteil nach Konzernangaben bei 48,4 Prozent. JPMorgan-Experte Akhil Dattani betonte, T-Mobile US hatte ohnehin ein Volumen von bis zu 60 Milliarden Dollar für die Jahre 2023 bis 2025 in Aussicht gestellt.

Wenn die Amerikaner nun tatsächlich eigene Aktien im Wert von 14 Milliarden Dollar zurückkauften und diese einzögen sowie die Telekom ihre Option mit dem Telekom-Partner Softbank +1,86% zieht und damit neue T-Mobile Aktien erhält, dürften die Bonner auf etwas mehr als 50 Prozent der Anteile kommen.

US-Beteiligung seit langem Gewinnbringer 

Die Deutsche Telekom kontrolliert T-Mobile US bereits seit langem über eine entsprechende Vereinbarung mit den Japanern und konsolidiert das Ergebnis der US-Tochter bereits in der eigenen Bilanz. Aus gutem Grund: Das Geschäft jenseits des Atlantiks hat sich in den vergangenen Jahren bemerkenswert entwickelt und macht den Großteil des operativen Gewinns der Mutter aus.

Das macht die Telekom-Aktie 

An der Börse kommt die Nachricht gut an: Für die Aktie der Deutschen Telekom -0,64% geht es am Freitagvormittag um 2,6 Prozent auf 19,36 Euro zu. Damit rückt die 20-Euro-Marke aus charttechnischer Sicht wieder in den Fokus. Für die Papiere der US-Tochter T-Mobile US -0,11% geht es hingegen um rund ein Prozent nach unten (mit Material von dpa-AFX).

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