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Diese 4 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Freitag ein weiterer Stabilisierungsversuch ab. Im DAX -0,40% setzt sich dabei das Ringen um die Marke von 12.000 Punkten fort. Kurz nach Handelsstart lag der deutsche Leitindex mit 0,6 Prozent im Plus bei 12.049 Punkten. Im Verlauf der bisher schwachen Woche war der DAX mit 11.862 Punkten zwischenzeitlich auf das Niveau von November 2020 abgerauscht. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:


1. Vorgaben aus den USA 

Die kräftige Kurserholung an der Wall Street vom Mittwoch hat sich als Strohfeuer erwiesen. Am Donnerstag schürten robuste Konjunkturdaten einmal mehr die Sorge, dass die Leitzinsen im Kampf gegen die hohe Inflation weiter steigen dürften. So sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend und deutlich. Damit sackten die wichtigsten Börsenbarometer am US-Aktienmarkt wieder ab, wobei die zinssensiblen Technologiewerte besonders stark unter Druck gerieten. Der Leitindex Dow Jones +0,00% fiel um 1,5 Prozent auf 29.225 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 +0,28% ging es um rund zwei Prozent auf 3.640 Zähler nach unten. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 -0,45% sackte um rund 2,9 Prozent auf 11.164 Punkte ab. Der Tech-Sektor enthält viele hoch bewertete Aktien; entsprechend sensibel reagiert die Branche auf steigende Zinsen, denn künftige hohe Unternehmensgewinne sind dann zum heutige Zeitpunkt weniger wert.

2. Vorgaben aus Asien 

Die asiatischen Börsen haben am Freitag weiter an Boden verloren. Besonders hoch fielen die Verluste in Japan aus. Dort sank der Leitindex Nikkei 225 +0,06% im späten Handel mehr als zwei Prozent auf 25.836 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Juni. Auf Wochensicht steuert der Nikkei 225 auf ein Minus von fast fünf Prozent zu. Seit dem Zwischenhoch von mehr als 29.000 Punkten büßte der Index zwischen rund zwölf Prozent ein. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen der Festlandbörsen verlor im späten Freitagshandel dagegen nur leicht an Wert. Seit vergangenem Minus summiert sich der Verlust auf rund ein Prozent. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong lag der Leitindex Hang Seng +3,33% zuletzt knapp unter dem Schluss vom Donnerstag und etwas mehr als vier Prozent unter dem Endstand vom vergangene Freitag. 

3. Ölpreise schwächeln

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel leicht gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 87,89 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 27 Cent auf 80,96 Dollar. Die Preise rangieren damit etwas über ihren tiefsten Ständen seit Januar, die in dieser Woche erreicht wurden.

Am Rohölmarkt ist die Stimmung nach wie vor schlecht. Für Belastung sorgen vor allem die trüben Konjunkturaussichten, die eine schwache Nachfrage nach Erdöl erwarten lassen. Der Ukraine-Krieg, anhaltende Probleme im Welthandel und die vielerorts steigenden Zinsen dämpfen das Wachstum. Konjunkturdaten aus China bestätigten am Freitag die Entwicklung, sie fielen unter dem Strich schwach aus.

4. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten bleiben die Aktien der Porsche AG -3,27% im Fokus. Die Sportwagentochter von VW feierte tags zuvor den größten deutschen Börsengang seit der Telekom -0,78% im Jahr 1996. Mit 82,50 Euro hatten sie auf dem Niveau des Ausgabepreises geschlossen, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 86,76 Euro geklettert waren. Papiere von VW und ihres Großaktionärs Porsche SE -1,44% waren in der Folge sehr schwach und könnten am Freitag weitere Reaktionen zeigen.

Ebenfalls im Auge behalten sollten Anleger die Aktien von Adidas -1,92% und Puma +0,16%. US-Konkurrent Nike +0,54% enttäuschte am Vorabend schwer. Gestiegene Logistik-Kosten und ein starker Dollar bremsen das Geschäft. Zugleich schnellen die Lagerbestände in die Höhe und werden unter anderem mithilfe von Rabatten abgebaut. Nike-Aktien verloren nachbörslich 9 Prozent.

Profitieren dürften dagegen Hugo Boss -0,80% von einer Kaufempfehlung von Berenberg. Die neue Strategie des Modekonzerns sowie die vollständige Erneuerung der Marke funktionierten, zögen ein neues Kundenprofil an und beschleunigten die Dynamik in bisher weniger durchdrungenen Märkten, so Analyst Samuel Parry (mit Material von dpa-AFX).

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