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Diese 5 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Dienstag ein weiterer Stabilisierungsversuch ab. Der DAX +0,52% dürfte dabei nach seinem durchwachsenen Wochenauftakt mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 12.867 Punkte in den Handel starten. Nach dem Fall um 2.000 Punkte im Juni scheint es so, als ob sich der deutsche Leitindex beim jüngsten Tief von gut 12.600 Punkten vorerst stabilisieren kann. 

Tendenziell positive Impulse kommen derweil aus Asien und von den US-Indikationen, die nach dem verlängerten Wochenende auf einen soliden Start in New York hindeuten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,57% wird 0,6 Prozent im Plus erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus Asien 

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung eingeschlagen. In Japan stieg der Nikkei 225 +0,29% kurz vor Handelsende um rund ein Prozent. Der Hang-Seng-Index -0,85% der Sonderverwaltungszone Hongkong gewann gut ein halbes Prozent, während der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands um 0,4 Prozent fiel.

2. Ölpreise ziehen an

Die Ölpreise haben am Dienstag zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 113,74 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,98 Dollar auf 110,47 Dollar. Der Vergleich beim WTI-Preis bezieht sich auf den Freitag, da am Montag wegen eines Feiertags in den USA kein Settlement stattfand.

Die zuletzt dominierenden Rezessionssorgen sind an den vergangenen Tagen etwas in den Hintergrund getreten. Die Hoffnung, dass China seine strikte Corona-Politik lockere, stütze den Markt etwas, sagten Händler. Das weitere Vorgehen der Chinesen sei aber schwer vorhersehbar. China ist der größte Rohölimporteur der Welt.

3. Konjunkturdaten 

Am Dienstag stehen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor im Fokus. Diese werden in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den USA veröffentlicht und geben Aufschluss auf die konjunkturelle Lage im nicht verarbeitenden Gewerbe. An den Finanzmärkten gilt diese Befragung von Einkaufsleitern und Firmenchefs als einer der einflussreichsten Wirtschaftsindikatoren, weil sie die Wirtschaftsentwicklung eines Landes zu einem frühen Zeitpunkt aus mehreren Winkeln abbildet.

Zudem legt Italien sein Defizit beim Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal vor und in den USA stehen zusätzlich Zahlen zum Auftragseingang der Industrie sowie für langlebige Güter auf dem Programm.

4. Unternehmensnews

Mit Blick auf Einzelwerte gibt es am Dienstag bereits erste Vorboten der bald Fahrt aufnehmenden Berichtssaison der Unternehmen. So beschleunigte der Leasingspezialist Grenke +0,91% das Wachstum im zweiten Quartal und erholte sich damit weiter vom Corona-Tief. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Aktien rund vier Prozent über dem Xetra-Schluss vom Montag.

Eine starke Nachfrage nach nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten trieb den Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke +2,05% kräftig an. Ihre Anteilsscheine zogen auf Tradegate um mehr als drei Prozent an, nachdem sie zu Wochenbeginn mit einem Minus von mehr als sieben Prozent unter einer skeptischen Studie der Investmentbank Oddo BHF gelitten hatten.

Auch am Dienstag könnten Analystenstudien für Bewegung sorgen. So stiegen die Papiere von SAP -0,11% bereits auf Tradegate um gut ein Prozent. Der Softwarekonzern profitiere von der zunehmenden Nachfrage im Bereich Digitaler Wandel, und das Cloud-Geschäft gewinne zunehmend an Bedeutung, schrieb Analyst Nay Soe Naing von der Privatbank Berenberg.

5. Lage im Ukraine-Krieg

In der Ostukraine verlagerte sich nach dem ukrainischen Rückzug aus Lyssytschansk der Schwerpunkt der Kämpfe ins benachbarte Gebiet Donezk. An der Grenze zur Region Luhansk seien bei Bilohoriwka und Werchnjokamjanske erfolgreich russische Angriffe abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab am Montagabend bei Facebook mit. Umkämpft sei ebenso das Wärmekraftwerk Wuhlehirsk westlich des bereits von prorussischen Separatisten eroberten Switlodarsk. Gebietsgewinne hätten die russischen Truppen hingegen nördlich von Slowjansk bei Masaniwka erzielt. Die russische Luftwaffe habe zudem Stellungen ukrainischer Einheiten bombardiert. 

Derweil endet am Dienstag in Lugano in der Schweiz die Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine. Der ukrainische Regierungschef Denys Schmyhal schätzte dort am Montag, dass hierfür mindestens 750 Milliarden Dollar (knapp 720 Milliarden Euro) notwendig seien. Präsident Selenskyj versprach "maximale Transparenz" bei allen Projekten angesichts von Sorgen über Korruption in seinem Land. Im Hauptquartier der Nato in Brüssel sollen am Vormittag außerdem die zur Aufnahme von Schweden und Finnland notwendigen Beitrittsprotokolle unterzeichnet werden. Aufgrund des folgenden Ratifizierungsprozesses in den Bündnisstaaten könnte es Schätzungen zufolge noch sechs bis acht Monate dauern, bis Finnland und Schweden tatsächlich in die Militärallianz aufgenommen werden können (Mit Material von dpa-AFX).

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