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Diese 5 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Nach den bisher in dieser Woche eingefahrenen Verlusten scheint sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag zunächst etwas zu stabilisieren. Der DAX -0,30% wurde am Morgen zeitweise 0,5 Prozent höher bei 12.589 Punkte taxiert. Allerdings steht die Stabilisierung nach Einschätzung von Experten auf tönernen Füßen. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Die erneute kräftige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed vom Vortag hat den Börsianern auch am Donnerstag noch in den Gliedern gesteckt. Zwar konnten die Kurse die Verluste zwischenzeitlich etwas eingrenzen. Von Schnäppchenkäufen auf niedrigem Niveau oder von einer Gegenbewegung auf die hohen Verluste vom Vortag konnte aber keine Rede sein. Zu schwer wiegen die steigenden Zinsen, die die Konjunktur abzuwürgen drohen. Am Anleihemarkt stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf ein Hoch seit elf Jahren. 

Der Leitindex Dow Jones +0,00% schloss rund 0,4 Prozent niedriger auf 30.076 Punkte. Zwischenzeitlich fiel das Börsenbarometer erstmals seit drei Monaten unter die runde Marke von 30.000 Zählern. Andere Indizes verbuchten höhere Verluste: Der marktbreite S&P 500 +0,30% verlor gut 0,8 Prozent auf 3.757 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 -0,45% fiel um rund 1,2 Prozent auf 11.501 Punkte. Die Technologiewerte gelten als besonders anfällig für steigende Zinsen.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien stehen die Aktienmärkte vor einem schwachen Wochenausklang. So gab der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,02% rund eine Stunde vor Handelsende ein halbes Prozent im Minus. Auf Wochensicht läuft das auf einen Verlust von rund eineinhalb Prozent hinaus. In Shanghai büßte der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen der chinesischen Festlandbörsen am Freitag rund 0,5 Prozent ein; das würde einen Wochenverlust von zwei Prozent bedeuten. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong dürfte das Minus seit vergangenem Freitag höher ausfallen. Aktuell verliert der dortige Leitindex Hang Seng +3,33% mit 0,7 Prozent; auf Wochensicht wären das fast vier Prozent.

3. Ölpreise schwächeln

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 90,28 US-Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 28 Cent auf 83,21 Dollar.

Belastet werden die Erdölpreise schon seit einiger Zeit durch die trüben Konjunkturaussichten. Die Folgen des Ukraine-Kriegs und die deutlichen Zinsanhebungen vieler Notenbanken lasten auf der konjunkturellen Entwicklung und damit auf der Nachfrage nach Rohöl und Ölprodukten wie Benzin oder Diesel. Da zugleich aber das Angebot relativ knapp ist, bewegen sich die Ölpreise immer noch auf hohem Niveau.

4. Konjunkturdaten 

Am Freitag legt der Verband der Europäischen Autobauer die Neuzulassungszahlen im Nutzfahrzeugbereich vor. Dies könnte die Kurse der Lkw-Bauer Daimler Truck -0,16%, Traton +0,14% und IVECO +1,20% bewegen. Außerdem stehen heute die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors auf dem Programm. Diese werden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA veröffentlicht. Für Bewegung unter den Immobilienwerten hierzulande könnte zudem der Häuserpreisindex sorgen.

5. Unternehmensnews

Bei den Einzelwerten dürfte am Freitag das im SDAX +0,18% gelistete Papier des Finanzdienstleisters Hypoport -1,91% im Fokus stehen. Dieser hatte am Donnerstagabend die Ziele wegen der schwachen Nachfrage ausgesetzt. Die derzeitige Prognose für das laufende Jahr werde "deutlich verfehlt". Es sei nicht prognostizierbar, ob die Zurückhaltung in der privaten Immobilienfinanzierung im weiteren Jahresverlauf beendet werde. Auf der Handelsplattform Tradegate büßte das Papier im Vergleich zum Xetra-Schluss knapp 24 Prozent auf 112,20 Euro ein. Sollte es auch im Xetra-Handel so kommen, würde das Papier seine jüngste Talfahrt mit einem Verlust von etwas mehr als 75 Prozent seit dem Rekordhoch von Anfang 2021 fortsetzen und auf das Niveau von Anfang 2018 zurückfallen (Mit Material von dpa-AFX).

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