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Diese 5 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt auch zur Wochenmitte verhalten. Beim DAX könnte am Mittwoch die 12.000-Punkte-Marke getestet werden. Am Morgen wurde der deutsche Leitindex zeitweise 0,9 Prozent tiefer bei 12.032 Punkte taxiert. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen dabei beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Der Dow Jones +0,00% hat am Dienstag letztlich an seine jüngsten Verluste angeknüpft. Der US-Leitindex verzeichnete jedoch nach einem nervösen Handelsverlauf nur leichte Abschläge. Als Belastung erwiesen sich Aussagen von James Bullard, dem Präsidenten der Notenbank von St. Louis. Ihm zufolge sind mehr Zinserhöhungen erforderlich, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Zudem seien die Risiken für die Wirtschaft weiterhin erhöht. Ähnlich hatten sich zuvor bereits andere Fed-Vertreter geäußert. Der Dow Jones fiel am Ende um rund 0,4 Prozent auf 29.134 Punkte, nachdem er im frühen Handel noch um bis zu 1,4 Prozent gestiegen war. Es ist der mittlerweile sechste Verlusttag in Folge. Für den marktbreiten S&P 500 +0,35% ging es um 0,2 Prozent auf 3.647 Zähler nach unten. Beide Indizes waren zwischenzeitlich auf den jeweils tiefsten Stand seit November 2020 abgesackt, bevor sie sich wieder etwas erholten.

2. Vorgaben aus Asien

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch wegen der Sorgen vor einer Rezession der Weltwirtschaft und im Zuge schwacher Vorgaben aus den Vereinigten Staaten deutlich nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 +0,13% gab im späten Handel rund zwei Prozent auf 26 033 Punkte nach. In Shanghai büßte der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen der chinesischen Festlandbörsen zuletzt knapp ein Prozent ein. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sank der Hang Seng +3,33% um 2,3 Prozent.

3. Ölpreise schwächeln 

Nach einer kurzen Erholung haben die Ölpreise am Mittwoch wieder nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 84,80 US-Dollar. Das waren 1,47 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,34 Dollar auf 77,16 Dollar.

Die Ölpreise rangieren damit wieder in der Nähe ihrer tiefsten Stände seit Januar. Die wichtigsten Gründe für die deutlichen Abschläge in den vergangenen Wochen sind die trüben Konjunkturaussichten und die vielerorts stark steigenden Zinsen. Hinzu kommt der starke US-Dollar, der Erdöl für Interessenten aus Ländern außerhalb des Dollarraums wechselkursbedingt verteuert und die Nachfrage drückt.

4. Sorgen um Energiesicherheit steigen 

Die Sorgen um die Energiesicherheit in Europa werden aktuell auch von Lecks an den beiden Ostsee-Gaspipelines, die mit einem möglichen Sabotageakt in Verbindung gebracht werden verschärft. Über Nord Stream 1 wird derzeit zwar ohnehin kein russisches Gas geliefert und Nord Stream 2 war noch gar nicht in Betrieb. Generell steigen damit aber die Bedenken, wie anfällig das gesamte europäische Energienetz sein könnte.

5. Unternehmensnews

Auf Unternehmensseite ging es vorbörslich für die Commerzbank-Aktien -0,10% vergleichsweise stark um 2,3 Prozent bergab. Die polnische Tochter mBank wird das Geldinstitut auch im dritten Quartal belasten wegen einer gebildeten zusätzlichen Vorsorge in Höhe von umgerechnet rund 490 Millionen Euro. Banken hatten am Vortag generell schon zu den größten Verlierern am europäischen Aktienmarkt gehört.

Die Aktionäre von Rückversicherern richten derweil bange Blicke auf die Küste des US-Bundesstaats Florida, der sich für den gefährlichen Hurrikan "Ian" rüstet. Laut dem Credit-Suisse-Analysten Iain Pearce könnte der Wirbelsturm mit hohen Schäden wieder ein sehr bedeutendes Ereignis für die Branche werden. In einem schwerwiegenden Szenario könnten die verbleibenden diesjährigen Schadenbudgets in der Branche aufgebraucht werden. Für Munich Re +0,92% zum Beispiel ging es vorbörslich um marktkonform um 0,9 Prozent bergab.

Einen Blick wert sein könnte außerdem noch die Thyssenkrupp +9,35%-Aktie, die im Tradegate-Handel um fast zwei Prozent fiel. Die US-Bank JPMorgan hat die Bewertung der Papiere mit "Underweight" wieder aufgenommen. Analyst Luke Nelson äußerte sich skeptisch zur Profitabilität im Stahlbereich und hält einen Aufschlag der Papiere im Vergleich zur Konkurrenz für nicht gerechtfertigt.

Beim Börsengang der Porsche AG -3,13% wird derweil die Schlussphase eingeläutet: Am Mittwoch endet die Zeichnungsfrist für die Papiere des Sportwagenbauers. Der Ausgabepreis dürfte im Laufe des Tages bekannt gegeben werden, bevor am Donnerstag dann die Erstnotiz geplant ist. Von Bedeutung ist dies neben den Papieren des Mutterkonzerns Volkswagen -0,77% auch für jene der VW-Holding Porsche SE -1,02% (mit Material von dpa-AFX).

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