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Diese 6 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Nach einem verhaltenen Wochenauftakt dürfte der deutsche Aktienmarkt am Dienstagmorgen zunächst leicht zulegen. Der DAX wurde knapp eine halbe Stunde vor dem Handelsbeginn rund 0,2 Prozent höher bei 13.838 Punkte taxiert. Der deutsche Leitindex steuert damit weiter auf die 14.000-Punkte-Marke zu. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Die Wall Street hat ihren jüngsten Aufwärtstrend in der neuen Woche fortgesetzt. Der Dow Jones -0,43% kletterte am Montag auf den höchsten Stand seit fast dreieinhalb Monaten und schloss rund 0,5 Prozent höher bei 33.912 Punkten. Seit Mitte Juni hat sich der US-Leitindex damit um rund 14 Prozent erholt. Der marktbreite S&P 500 -0,13% stieg am Montag um 0,4 Prozent auf 4.297 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,16% gewann rund 0,8 Prozent auf 13.667 Zähler.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Investoren an den wichtigsten Börsen Asiens haben sich am Dienstag zurückgehalten. Bereits tags zuvor hatten schwache chinesische Konjunkturdaten zuletzt etwas in den Hintergrund gerückte, globale Rezessionssorgen wieder stärker in den Fokus rücken lassen. Der Hang Seng +0,12% stieg zuletzt um 0,1 Prozent und der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands notierte ebenfalls 0,1 Prozent im Plus. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,50% war kurz vor dem Handelsende kaum verändert.

3. Ölpreise weiten Verluste aus

Die Ölpreise sind nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn etwas weiter unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Dienstag 94,11 US-Dollar. Das waren 99 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung fiel um 74 Cent auf 88,67 Dollar.

Weiterhin drückt die Aussicht auf ein steigendes Angebot bei zugleich geringerer Nachfrage auf die Kurse. Zuletzt hatten schwache Konjunkturdaten aus China sowie die sehr stark gesunkene Stimmung in den Industrieunternehmen im US-Bundesstaat New York die Sorge geschürt, dass sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächen könnte. Rohöl gilt als Schmiermittel der Weltwirtschaft.

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Während hierzulande die ZEW-Konjunkturerwartungen sowie die EU-Handelsbilanz die Kursentwicklungen beeinflussen dürften, steht in Rumänien der Zinsentscheid der Nationalbank auf der Agenda. In den USA richten sich die Blicke der Anleger am Nachmittag zudem auf die Zahl der Baubeginne- und genehmigungen im vergangenen Monat sowie die Kapazitätsauslastung und die Daten zur Industrieproduktion. Nach US-Börsenschluss wird zudem der wöchentliche API-Ölbericht veröffentlicht. 

5. Unternehmensnews

Auf Unternehmensseite ist die Berichtssaison abgeklungen. In Deutschland steht noch ein Zwischenbericht von Delivery Hero +1,86% auf der Agenda. Der Essenslieferdienst sieht sich bei seinem Profitabilitätsziel auf Kurs. Allerdings rechnet Delivery Hero mit einer gewissen Konsumflaute in den kommenden Monaten. Eckdaten zum zweiten Quartal und eine Anpassung der Jahresziele hatte es bereits im Juli gegeben. Die Titel legten auf Tradegate leicht zu, verglichen mit dem Xetra-Schluss.

Der Chip-Konzern Infineon +0,78% will weiter zukaufen. Möglich seien Übernahmen in kleinerer oder mittlerer Größenordnung, sagte Firmenchef Jochen Hanebeck. Ein schnelles Ende der Halbleiterkrise ist Hanebeck zufolge nicht in Sicht. Die Aktien standen vorbörslich auf Tradegate moderat höher zum Xetra-Schluss.

Im Nebenwertebereich rutschten die Aktien des Online-Möbelhändlers Home24 +1,01% nach Senkung der Umsatzziele ab, das Minus betrug auf Tradegate rund viereinhalb Prozent zum Xetra-Schluss.

6. Lage im Ukraine-Krieg 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland erneut mit Nachdruck zum Rückzug aus dem Atomkraftwerk Saporischschja aufgefordert. Er warnte einmal mehr auch vor den Folgen einer möglichen nuklearen Katastrophe. "Jeder radioaktive Zwischenfall im Atomkraftwerk Saporischschja könnte auch zu einem Schlag gegen die Staaten der Europäischen Union und gegen die Türkei und gegen Georgien und gegen die Staaten weiter entfernter Regionen werden", sagte der Staatschef in seiner Videobotschaft am Montagabend. 

Die Ukraine wirft Russland vor, mit dem Beschuss "atomaren Terror" zu betreiben. Besatzungsvertreter Wladimir Rogow wiederum hatte mitgeteilt, ukrainische "Terroristen" würden die Schüsse abfeuern. Er hatte auch eine Feuerpause vorgeschlagen. Eine von 42 Staaten geforderte Übergabe des Kernkraftwerks an die Ukraine lehnt Russland aber ab. Kiew hat das Kraftwerksgelände nach eigenen Angaben auch selbst bereits mit Kampfdrohnen angegriffen.

Derweil trifft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am zweiten Tag seiner Skandinavien-Reise in Schwedens Hauptstadt Stockholm Ministerpräsidentin Magdalena Andersson. Bei dem Antrittsbesuch wird es auch um die Lage in der Ukraine gehen. Zudem dürfte der geplante Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands Thema sein. 23 von 30 Mitgliedstaaten haben schon zugestimmt, darunter auch Deutschland. Unter anderem fehlt noch die Türkei, die den Aufnahmeprozess lange blockiert hatte (Mit Material von dpa-AFX).

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