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Diese 6 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Am deutschen Aktienmarkt dürfte der DAX am Dienstag einen weiteren Erholungsversuch starten. Am Morgen wurde der deutsche Leitindex -1,09% zeitweise 0,7 Prozent höher bei 12.319 Punkte taxiert. Zum Wochenauftakt war eine Stabilisierung noch missglückt, nachdem das Börsenbarometer vor dem Wochenende noch auf seinem niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren angekommen war. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Der Dow Jones -1,13% hat am Montag seine jüngsten Verluste ausgeweitet. Der US-Leitindex lugte nur einmal kurz in die Gewinnzone hinein, bevor die Stimmung wieder kippte. Damit blieb die Nervosität an den Börsen hoch. Neue Aussagen von Notenbankern schürten die Furcht der Anleger vor weiteren deutlichen Zinsschritten der Fed im Kampf gegen die hohe Inflation und vor einem damit einhergehenden Konjunktureinbruch. Am Anleihenmarkt hielt der Renditeauftrieb ab, was entsprechend für Verunsicherung sorgte. Der Dow fiel um rund 1,1 Prozent auf 29.260 Punkte. Das Börsenbarometer war zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit November 2020 abgesackt. Für den marktbreiten S&P 500 -1,44% ging es um gut ein Prozent auf 3.655 Zähler nach unten. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 -0,93% gab um rund 0,5 Prozent auf 11.254 Punkte nach.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Während es in Tokio und Shanghai nach oben ging, fiel der Hang Seng in Hongkong -1,51% um rund 0,4 Prozent auf 17.855 Punkte. Auch die Börse in Südkorea gab nach.

3. Ölpreise ziehen leicht an 

Die Ölpreise haben sich am Dienstag von ihren Abschlägen zu Wochenbeginn erholt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 84,70 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 58 Cent auf 77,29 Dollar. Am Montag waren die Preise der beiden wichtigen Ölsorten auf den tiefsten Stand seit Januar gefallen. Belastung kommt seit Wochen von den trüben Konjunkturaussichten und den vielerorts stark steigenden Leitzinsen der Zentralbanken. Beides lastet auf der Nachfrage nach Erdöl und Ölprodukten wie Benzin oder Diesel.

4. Konjunkturdaten

Am Dienstag stehen in erster Linie frische Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm. Neben dem Auftragseingang für langlebige Güter und dem Verbrauchvertrauen dürften die Anleger den Richmond Fed Herstellerindex und den FHFA-Index im Auge behalten. In Ungarn stellt zuvor bereits die dortige Zentralbank ihren Zinsentscheid vor. 

5. Euro und Pfund starten Erholungsversuch

Der Euro und das britische Pfund haben sich am Dienstag nach einem turbulenten Wochenauftakt stabilisiert. Ein Euro kostete am Morgen 0,9640 US-Dollar, das britische Pfund notierte bei 1,0770 Dollar. Am Montag war der Euro mit 0,9554 Dollar auf einen 20-jährigen Tiefstand gefallen, das britische Pfund sank mit 1,0350 Dollar auf ein Rekordtief zum Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 0,9646 Dollar fest.

Ein wesentlicher Grund für den Einbruch der beiden Währungen war der starke Dollar, der schon seit einer ganzen Zeit stetig zulegt. Auf dem Euro lasten zudem die Energiekrise und die trüben Konjunkturaussichten. Das britische Pfund wird vor allem durch finanzpolitische Sorgen unter Druck gesetzt: Die starken Steuersenkungen der neuen Regierung von Premierministerin Liz Truss wecken Befürchtungen vor einer ausufernden Staatsverschuldung und noch höheren Inflationsraten.

6. Unternehmensnews

Bei den Unternehmen haben die Anleger Bilanzen aus den hinteren Börsenreihen zu verarbeiten: Der Saatguthersteller KWS Saat ±0,00% etwa will im neuen Jahr seine Profitabilität bei weiter anziehenden Erlöse steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen aus dem Kleinwerteindex SDAX trotz eines Umsatzplus eine rückläufige Marge erzielt.

Licht und Schatten gibt es auch bei Verbio -3,18%. Der Biokraftstoffhersteller hat dank des günstigen Umfelds im vergangenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis erzielt und dabei die eigenen – schrittweise angehobenen – Prognosen erfüllt. Bereits vor dem Wochenende hatte der Vorstand zwar einen Gewinnrückgang für das seit Juli laufende neue Geschäftsjahr in Aussicht gestellt, am Markt wurde allerdings bislang mit weniger gerechnet.

Daneben könnten noch einige Analystenstudien bewegen. Hugo Boss -0,08% etwa gerieten vorbörslich unter Druck, da die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung für die Anteilsscheine am Modekonzern gestrichen hat. Beim Sportartikelhersteller Adidas -2,23% senkten die Experten von Goldman Sachs wegen des sich eintrübenden Konsumumfelds den Daumen und zogen ihr Kaufvotum zurück (mit Material von dpa-AFX).

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