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Diese 6 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Donnerstag die Erholung vom Vortag fortsetzen. Der DAX kletterte zum Handelsbeginn um 1,2 Prozent auf 12.745 Punkte. Damit rücken sowohl die 12.750-Punkte-Marke als auch die 13.000er-Marke in greifbare Nähe.  Die Fed hat am Vorabend ihre Entschlossenheit im Kampf gegen die hohe Inflation, die zuletzt vermehrt Rezessionsängste aufkommen ließ, erneut demonstriert. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen. 

1. Vorgaben aus den USA

Die US-Börsen haben am Mittwoch nach einem nervösen Auf und Ab mit moderaten Gewinnen geschlossen. Der Dow Jones  +0,06% fand den Weg zurück über die Marke von 31.000 Punkten. Die positiven Impulse kamen nach einem richtungslosen Verlauf mit der Veröffentlichung des US-Notenbank-Protokolls in den Markt. Allerdings gab es nichts wirklich Neues, wie Börsianer sagten. Denn: Angesichts der hohen Inflation stellten die Währungshüter noch für diesen Monat wie erwartet weitere deutliche Zinserhöhungen in Aussicht. Die zur Wochenmitte veröffentlichten Wirtschaftsdaten seien zugleich wohl unterschiedlich ausgelegt worden. 

Der Dow schloss mit einem Plus von rund 0,2 Prozent bei 31.037 Punkte. Tags zuvor noch war der Wall-Street-Index zeitweise unter 30.400 Punkte gerutscht und hatte an seine Verluste aus der vergangenen Woche angeknüpft. Erst im späten Handel war es ihm dann gelungen, einen Großteil seiner Tagesverluste wieder wettzumachen.

2. Vorgaben aus Asien 

Die Börsen Asiens haben sich am Donnerstag mit moderatem Rückenwind von der Wall Street überwiegend ein Stück weit erholt. Rezessionssorgen bleiben insgesamt bestehen, wenngleich die zuletzt zumindest ein wenig gesunkenen Ölpreise diese etwas minderten. Zudem zeigte das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll zur Juni-Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank, dass die Fed im Kampf gegen die hohe Inflation energisch vorgehen will. In Japan stieg der Nikkei 225 +0,24% kurz vor Handelsende um fast eineinhalb Prozent. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands stieg um mehr als ein halbes Prozent, während der Hang-Seng-Index -0,85% der Sonderverwaltungszone Hongkong leicht im Minus notierte. Kursgewinne gab es indes auch in Südkorea und Australien.

3. Ölpreise ziehen leicht an

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag im frühen Handel etwas von einem erneuten Einbruch erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 101,54 US-Dollar. Das waren 85 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 80 Cent auf 99,33 Dollar.

Am Mittwoch waren die Rohölpreise den zweiten Tag in Folge unter Druck geraten. Ausschlaggebend für die deutlichen Preisabschläge waren Ängste vor einer erheblichen Eintrübung der globalen Konjunktur, die auch die weltweite Nachfrage nach Erdöl, Benzin und Diesel belasten würde.

4. Konjunkturdaten 

Am Donnerstag stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. Während in Spanien die Verbraucherpreise veröffentlicht werden, stehen hierzulande Zahlen zur Industrieproduktion auf der Agenda. Im Fokus steht zudem das Protokoll zur Sitzung der EZB-Sitzung vom 9. Juni. In den USA werden am Nachmittag neben der Handelsbilanz auch die EIA-Rohöllagerdaten und frische Zahlen vom Arbeitsmarkt präsentiert.

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von Suse -0,88% nach Quartalszahlen des Softwareherstellers für Bewegung sorgen. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Anteilsscheine zuletzt 5,4 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag. Suse steigerte Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis im zweiten Geschäftsquartal stärker als am Markt erwartet.

Die Südzucker-Titel -1,40% reagierten auf Tradegate mit einem Kursplus von rund 0,6 Prozent auf die endgültigen Zahlen zum ersten Geschäftsquartal. Laut einem Händler fielen die Kennziffern des Zuckerproduzenten noch etwas besser als die ohnehin guten Eckdaten aus.

Der Online-Modehändler About You -0,39% ist trotz des durch Inflation und Ukraine-Krieg erschwerten Marktumfelds im ersten Geschäftsquartal weiter gewachsen. Jedoch ließ das Tempo im Vergleich zum vorangegangenen Quartal nach und der operative Verlust stieg. Co-Chef Tarek Müller zeigte sich gleichwohl zuversichtlich, die Ziele für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Die About-You-Papiere sanken auf Tradegate um rund 0,7 Prozent.

6. Lage im Ukraine-Krieg

Die ostukrainische Region Luhansk wird nach Darstellung von Gouverneur Serhij Hajdaj noch nicht völlig von der russischen Armee kontrolliert. Die Kämpfe dauerten in Außenbezirken an, teilte er per Nachrichtendienst Telegram mit. Das russische Militär habe Verluste. Die ukrainische Armee habe sich nur von jenen Positionen zurückgezogen, die nicht zu halten waren. Hajdaj warf den Angreifern vor, in der Region verbrannte Erde zu hinterlassen. Er gehe davon aus, dass die russische Armee von Luhansk aus eine Offensive gegen die Orte Bachmut und Slowjansk in der Region Donezk starten wolle.

Im Donezker Gebiet fordern die Behörden die Zivilbevölkerung deshalb zur Flucht auf. "Russland hat das gesamte Gebiet von Donezk zu einem gefährlichen Hotspot auch für Zivilisten gemacht", teilte Gouverneur Pawlo Kyrylenko mit. Der Bürgermeister von Slowjansk, Wadym Ljach, kündigte an, Zivilisten sollten mit Bussen und Zügen in den Westen des Landes gebracht werden. "Kein Risiko eingehen! Packt zusammen!", appellierte Ljach. Insgesamt seien seit Beginn der Kämpfe in Slowjansk 17 Menschen getötet und 67 verletzt worden (Mit Material von dpa-AFX).

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