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Diese 6 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Kursgewinne im späten US-Aktienhandel nach erfreulichen Konjunkturdaten dürften am Donnerstag auch dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb verleihen. Der DAX wurde am Morgen -0,72% zeitweise rund 0,4 Prozent höher bei 13.637 Zähler taxiert. Damit würde der deutsche Leitindex erstmals seit Mitte Juni die Marke von 13.600 Punkten überwinden. Von den in der Zeit von Anfang Juni bis Anfang Juli verbuchten Verlusten hat er bereits wieder mehr als 50 Prozent aufgeholt. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte am Donnerstag noch etwas zulegen. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Nach dem jüngsten Rücksetzer haben die US-Börsen am Mittwoch an ihre Erholungsrally im Juli angeknüpft. Optimistisch stimmende Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft gaben Auftrieb. Der Dow Jones Industrial -0,43% legte um 1,29 Prozent auf 32 812,50 Zähler zu. Allerdings konnte der bekannteste Wall-Street-Index seine Verluste seit Monatsbeginn damit nicht ganz wettmachen.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet. Die Erholung der Technologiewerte in den USA sorgte auch in Asien für Rückenwind. Zuletzt hatten die Spannungen zwischen den USA und China rund um Taiwan die Märkte in Asien belastet. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands legte zuletzt um 0,25 Prozent zu. Der Hang Seng +0,12% legte um 1,5 Prozent zu. In Japan gewann der Nikkei 225 -0,48% kurz vor Handelsende 0,6 Prozent.

3. Ölpreise ziehen leicht an

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 97,07 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung legte um 43 Cent auf 91,09 Dollar zu.

Unterstützung erhielten die Erdölpreise zuletzt durch die Entscheidung des Ölverbunds Opec+ vom Vortag, die Produktion ab September nur leicht auszuweiten. Der Beschluss wurde am Markt auch deshalb mit besonderem Interesse aufgenommen, weil US-Präsident Joe Biden den Ölriesen Saudi-Arabien zu einer Steigerung der Produktion aufgefordert hatte. Saudi-Arabien gilt zusammen mit Russland als stärkste Stimme der Opec+.

4. Konjunkturdaten

Am Donnerstag stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agenda. Während hierzulande die Auftragseingangszahlen der Industrie veröffentlicht werden, steht in Großbritannien der Zinsentscheid der Bank of England (BoE) im Fokus. In den USA werden am Nachmittag zudem die Handelsbilanz und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht.

5. Unternehmensnews

Am deutschen Aktienmarkt steht den Anlegern ein heißer Tag der Berichtssaison bevor: Allein aus dem Dax warten Merck KGaA -0,47%, Zalando +1,11%, Bayer -0,87%, Beiersdorf -0,05% und Hannover Rück -1,62% mit Quartalszahlen auf sowie Adidas -1,38% mit detaillierten Quartalsergebnissen -1,38%.

Für Bayer ging es auf Tradegate um knapp ein Prozent aufwärts, die Leverkusener haben im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Merck hat dank günstiger Wechselkurse die Jahresziele erhöht, der Kurs stieg um gut ein Prozent. Lufthansa-Aktien +0,35% legten um 1,5 Prozent zu. Die Fluggesellschaft rechnet in diesem Jahr mit einem operativen Gewinn.

6. Lage im Ukriane-Krieg

Im ostukrainischen Gebiet Donezk gibt es weiter schwere Kämpfe. Im Osten und Süden der Nachbarstädte Bachmut und Soledar seien an acht Abschnitten russische Angriffe abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab am Mittwoch bei Facebook mit. Auch bei der von ukrainischen Einheiten gehaltenen Industriestadt Awdijiwka habe es an fünf Abschnitten im Norden, Osten und Süden Angriffsversuche der russischen Truppen gegeben. Alle seien abgewehrt worden. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen. Awdijiwka liegt in unmittelbarer Nähe von Donezk.

Derweil bleibt der Streit um die sinkenden russischen Gaslieferungen aktuell. Zunächst warf der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz am Mittwoch Russland indirekt vor, nach Vorwänden für die ausbleibenden Gaslieferungen zu suchen. "Die Turbine ist da, sie kann geliefert werden, es muss nur Jemand sagen, ich möcht' sie haben, dann ist sie ganz schnell da", sagte Scholz zum Streit um die Rückgabe der Turbine für die Pipeline Nord Stream 1.

Daraufhin wiederholte Gazprom seine Vorwürfe gegenüber dem Westen. Die Rückkehr der Turbine sei angesichts der Handlungen von Siemens (gemeint ist offenbar Siemens Energy) unter den Sanktionsbedingungen nicht möglich, teilte der Konzern auf seinem Telegram-Kanal mit. Zuvor hatte sich Gazprom darüber beschwert, dass die Turbine nach ihrer Reparatur in Kanada nicht direkt nach Russland zurück geliefert wurde, sondern zuerst nach Deutschland. Darum seien nun auch Sanktionen von Seiten Großbritanniens und der EU zu befürchten (Mit Material von dpa-AFX).

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