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Diese 6 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Nachdem jüngsten Rücksetzer dürfte sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag wieder berappeln. Der DAX -0,72% dürfte nach seinem Rücksetzer zur Wochenmitte auf den Weg zur 14.000-Punkte-Marke machen: Vorbörslich wurde der deutsche Leitindex zeitweise leicht über dem Vortagesschlusskurs bei 13.633 Zähler taxiert. Der EuroStoxx 50 -0,42% als Leitindex der Eurozone wird 0,1 Prozent höher erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch nur kurzzeitig und geringfügig auf das Protokoll der vergangenen US-Notenbanksitzung reagiert und schwächer geschlossen. Der Dow Jones -0,53% pendelte im Tagesverlauf immer wieder um die Marke von 34.000 Punkten und verlor letztlich 0,5 Prozent auf 33.980 Punkte. Der marktbreite S&P 500 -0,21% sank um rund 0,7 Prozent auf 4.274 Punkte. Der technologielastige und zinssensible Nasdaq 100 -0,06% büßte knapp 1,2 Prozent auf 13.470 Zähler ein.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Börsen Asiens sind am Donnerstag unter Druck geraten. Inflations- und Konjunktursorgen rückten wieder stärker in den Fokus, nachdem Anleger diese zuletzt ein Stück ignoriert hatten. So zeigte das Sitzungsprotokoll der Fed, welches Fingerspitzengefühl es von den Notenbankern bedarf, die hohe Inflation unter Kontrolle zu bringen, ohne die Wirtschaft in eine Rezession zu reißen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,54% fiel um ein Prozent auf 28.942 Punkte. Der Hang Seng +0,12% sank um gut ein halbes Prozent und der CSI 300  mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands büßte rund ein Prozent ein.

3. Ölpreise setzen Erholung fort

Die Ölpreise haben am Donnerstag an ihre zur Wochenmitte erzielten Gewinne angeknüpft und etwas weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 93,78 US-Dollar. Das waren 13 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 11 Cent auf 88,22 Dollar.

Am Ölmarkt haben die bis vor kurzen noch dominante Sorgen bezüglich eines zu hohen Angebotes bei gleichzeitig zu geringer Nachfrage zuletzt etwas abgenommen. Dazu beigetragen haben am Vortag positiv aufgenommene Daten zu den US-Lagerbeständen an Rohöl. Diese waren in der vergangenen Woche unerwartet und deutlich gesunken, was als Zeichen für eine anziehende Nachfrage gewertet wurde.

4. Gas wird möglicherweise noch teurer

Mit der umstrittenen Gasumlage will die Bundesregierung einen Zusammenbruch von Importeuren infolge stark gedrosselter russischer Gaslieferungen verhindern. Neben der Beschaffungsumlage soll im Herbst aber noch eine sogenannte Gasspeicherumlage greifen. Diese soll der Firma Trading Hub Europe, einem Gemeinschaftsunternehmen der Ferngas-Netzbetreiber, die Kosten ersetzen, die zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit entstehen, also für den Gas-Einkauf. Das Wirtschaftsministerium ging zuletzt davon aus, dass diese Umlage keine "relevante Größe" erreichen werde.

5. Unternehmensnews

Unternehmensseitig steht am vorletzten Handelstag der Woche zunächst wenig auf der Agenda. Einen Blick wert sein könnten die Titel der Shop Apotheke +2,39%, die von Nachrichten der Schweizer Konkurrentin Zur Rose +6,44% bewegt werden könnten. Zur Rose erzielte im ersten Halbjahr weniger Umsatz und rutschte noch tiefer in die Verlustzone. Dennoch peilt das Unternehmen an, bereits 2023 die Gewinnschwelle zu erreichen und damit ein Jahr früher als bislang geplant. Für die Papiere der Shop Apotheke ging es vorbörslich auf Tradegate um drei Prozent hoch, verglichen mit dem Xetra-Schluss.

Eine skeptische Studie von Jefferies zu Halbleiterkonzernen lässt aufhorchen. Analyst Janardan Menon skizziert darin die Nachfragerisiken für die Chiphersteller recht deutlich. Die Halbleiter-Lagerbestände seien im zweiten Quartal stark gestiegen, bisweilen auf Höchststände, schrieb er. Gleichzeitig lasse die Endnachfrage nach. "Die Gewinnwarnungen haben gerade erst begonnen", so der Experte. Herstellern wie Infineon +0,78% und NXP drohten in den nächsten zwei bis drei Quartalen hohe Stornierungen von Aufträgen aus der Automobilindustrie. Auf Tradegate belastete die Studie Infineon zunächst nicht, die Titel standen moderat höher.

6. Lage im Ukraine-Krieg

UN-Generalsekretär António Guterres und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan kommen am Donnerstag in Lwiw (Lemberg) mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen. Für die Vereinten Nationen und die Türkei ist es der Versuch, knapp ein halbes Jahr nach dem russischen Angriff auf die Ukraine den Einstieg in eine Verhandlungslösung auszuloten. Daneben soll es um die Lage in dem von russischen Truppen besetzten AKW Saporischschja gehen und die Möglichkeiten einer internationalen Expertenmission. Selenskyj forderte am Mittwochabend erneut einen Abzug russischer Soldaten aus Europas größtem Kernkraftwerk.

Derweil schlugen nachts in der ostukrainischen Großstadt Charkiw zum wiederholten Mal russische Raketen ein und töteten nach vorläufigen Angaben sieben Menschen. In heftigen Kämpfen im Donbass konnte die ukrainische Armee nach eigenen Angaben mehrere Angriffe abwehren. An zwei Stellen bei der Stadt Donezk habe der Feind aber Geländegewinne erzielt. Für die Ukraine ist Donnerstag der 176. Tag im Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Genau am ukrainischen Nationalfeiertag kommende Woche am 24. August dauert der Krieg ein halbes Jahr (Mit Material von dpa-AFX).

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