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Diese 6 Themen sind am Freitag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag stabil in den letzten Handelstag einer bislang erfreulichen Woche starten. Der DAX -0,72% wurde am Morgen zeitweise leicht höher bei 13.666 Punkte taxiert. Für die erste Augustwoche zeichnet sich damit ein Gewinn von 1,3 Prozent ab. Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 -0,42% wird am Morgen stabil erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Freitag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Nach der Rally am US-Aktienmarkt zur Wochenmitte haben sich die Kursbewegungen am Donnerstag in engen Grenzen gehalten. Für den bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones -0,43% ging es moderat abwärts, während die technologielastigen Nasdaq-Börsen leicht zulegten. Die Anleger verdauten eine Flut von Unternehmenszahlen und -ausblicken und warteten auf den zum Wochenschluss anstehenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Juli. Dieser dürfte wegen der technischen Rezession der Wirtschaft im ersten Halbjahr genau analysiert werden. Der Arbeitsmarkt ist ein nachlaufender Konjunkturindikator, in dem sich Rezessionstendenzen verzögert spiegeln. Der Dow gab zum Handelsschluss nach den jüngsten Kursgewinnen um 0,3 Prozent auf 32.726 Zähler nach.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Freitag Kursgewinne verzeichnet. Trotz der jüngsten Spannungen zwischen den USA und China um Taiwan überwog an den Märkten die Zuversicht. Vor dem Arbeitsmarktbericht aus den USA am Nachmittag prägte jedoch Zurückhaltung das Geschehen. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands legte zuletzt um 0,4 Prozent zu. Der Hang Seng +0,12% in der Sonderverwaltungszone Hongkong stieg um rund 0,1 Prozent. In Japan gewann der Nikkei 225 -0,48% kurz vor Handelsende 0,8 Prozent.

3. Ölpreise setzen Erholung fort

Die Ölpreise haben sich am Freitagmorgen etwas von ihren zuletzt deutlichen Abschlägen erholt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 94,53 US-Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung stieg um 51 Cent auf 89,05 Dollar.

In dieser Woche sind die Ölpreise deutlich gefallen und haben mehrmonatige Tiefstände markiert. Gegenüber dem Jahresbeginn liegen die Preise zwar immer noch klar höher. Von ihren Höchstständen, die sie zu Beginn des Ukraine-Kriegs markiert haben, sind sie aber weit entfernt. Wesentlicher Grund sind Rezessionssorgen, die unter anderem auf die straffere Geldpolitik vieler Zentralbanken zurückgehen.

4. Konjunkturdaten 

Kurz vor dem Wochenende stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Unter anderen werden die Handelsbilanzen in Frankreich und Finnland vorgelegt. Zahlen zur Industrieproduktion stehen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf der Agenda. Am Nachmittag richtet sich der Blick der Anleger zudem auf den US-Arbeitsmarktbericht.

5. Unternehmensnews

Bevor am Nachmittag der monatliche US-Arbeitsmarktbericht die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen wird, stehen am Morgen weitere Unternehmensbilanzen auf der Agenda, etwa von der Allianz -1,69% und der Deutschen Post +0,84%. Letztere kamen gut an, auf Tradegate stiegen Deutsche Post +0,84% um gut ein Prozent. Allianz-Aktien traten nach dem Quartalsbericht auf der Stelle.

6. Lage im Ukraine-Krieg

Die ostukrainische Großstadt Charkiw wurde nach Behördenangaben am Donnerstagabend von russischer Artillerie beschossen. Nach ersten Erkenntnissen seien drei Menschen verletzt worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow mit. Die ukrainische Armee hat russische Truppen zwar von der zweitgrößten Stadt des Landes abgedrängt; sie ist aber nicht ganz außer Reichweite der feindlichen Artillerie. In den von Russland eroberten Teilen des Gebiets Charkiw wurde eine russische Steuerverwaltung eingeführt, wie die Agentur Tass meldete.

Derweil gibt es bei den EU-Hilfen laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine "künstliche Verzögerung", die entweder ein Verbrechen oder ein Fehler sei, sagte Selenskyj am Donnerstagabend. Jeden Tag erinnere er EU-Politiker daran, dass ukrainische Rentner, Flüchtlinge, Lehrer und andere auf Zahlungen aus dem Haushalt angewiesen seien. Sie dürften nicht zu Geiseln von "Unentschlossenheit oder Bürokratie" in der EU werden.

Das Bundesfinanzministerium hatte schon nach Schowkwas Äußerungen den Vorwurf zurückgewiesen, Deutschland bremse bei der Auszahlung. Nach Angaben der EU-Kommission sind für die ausstehende Summe möglicherweise Garantien von Mitgliedsstaaten nötig, weil eine Absicherung über den EU-Haushalt nicht möglich ist (Mit Material von dpa-AFX).

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