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Diese 6 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Nach immer höheren Verlusten seit Jahresbeginn dürfte der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte einmal mehr eine Stabilisierung versuchen. Die Erwartung einer ausgeprägten konjunkturellen Schwäche hatte den DAX +0,52% am Vortag knapp drei Prozent ins Minus gedrückt, auf den niedrigsten Stand seit November 2020. 

Am Mittwochmorgen wurde der deutsche Leitindex nun zeitweise 0,9 Prozent höher bei 12.513 Punkte taxiert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 +0,57% wird 1,2 Prozent höher erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Die US-Börsen sind nach einem langen Wochenende am Dienstag zeitweise auf Talfahrt gegangen. Im Handelsverlauf gelang den Nasdaq-Indizes dank ihrer starken Ausrichtung auf Technologiewerte jedoch eine Kehrtwende in die Gewinnzone. Auch der S&P 500 fand den Weg ins Plus, während der Dow Jones +0,15% sich zwar ebenfalls spürbar erholte, aber mit Verlusten schloss. Die Stimmung blieb insgesamt aber trüb. Rezessionssorgen dominieren zunehmend das Geschehen in den Handelssälen.

2. Vorgaben aus Asien 

Rezessionsängste haben die Börsen Asiens am Mittwoch mehrheitlich nach unten gezogen. In Japan sank der Nikkei 225 +0,38% kurz vor Handelsende um rund ein Prozent. Der Hang-Seng-Index -0,85% der Sonderverwaltungszone Hongkong fiel um gut eineinhalb Prozent und der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands büßte mehr als ein Prozent ein. Moderate Kursgewinne gab es hingegen in Indien.

3. Ölpreise stabilisieren sich nach Einbruch 

Die Ölpreise haben sich am Mittwochmorgen nach einem Einbruch am Vortag zunächst stabilisiert. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 104,30 US-Dollar. Das waren 1,53 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 98 Cent auf 100,48 Dollar.

Am Dienstag waren die Erdölpreise zeitweise um mehr als zehn Dollar eingebrochen. Der WTI-Preis war zeitweilig unter die runde Marke von 100 Dollar gefallen. Als Hauptgrund wurden am Markt Rezessionsängste genannt. Die große Unsicherheit wegen des Ukraine-Kriegs drohen die Weltwirtschaft ebenso zu belasten wie der Kampf der Notenbanken gegen die hohe Inflation.

4. Auftragslage der deutschen Industrie hellt sich auf

Die deutsche Industrie hat im Mai wieder etwas mehr Aufträge erhalten. Gegenüber April erhöhten sich die Bestellungen um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Es ist der erste Anstieg nach drei Monaten mit Rückgängen. Analysten hatten hingegen mit einem weiteren Minus von 0,5 Prozent gerechnet. Der Rückgang im Vormonat wurde von 2,7 auf 1,8 Prozent korrigiert. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren die Aufträge im Mai um 3,1 Prozent rückläufig.

5. Unternehmensnews

Unter den Einzelwerten dürften Analystenkommentare für Gesprächsstoff sorgen. So äußerte sich die britische Investmentbank Barclays skeptisch zu den Papieren von SAP -0,11%. Der Softwarekonzern habe mehrfach betont, dass hohe Kosten im Zusammengang mit der Russland-Krise das zweite Quartal belasten werden, schrieb der Experte James Goodman. In den Markterwartungen sei dies aber so nicht enthalten. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Anteilsscheine gegen den freundlich erwarteten Markttrend nur minimal über dem Xetra-Schluss vom Dienstag.

Nach den jüngsten Kurseinbrüchen bleiben auch die Aktien von Uniper -6,44% im Blick. Der Energiekonzern kann zwar in seiner Schieflage durch sinkende Gasflüsse aus Russland auf staatliche Hilfe hoffen. Neben Krediten ist auch ein Einstieg des Bundes nicht ausgeschlossen. Die Anleger konnte dies aber kaum beruhigen. Nun wurde bekannt, dass die Ratingagentur Standard & Poor's mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit damit rechnet, dass die Kreditwürdigkeit des Unternehmens auf kurze Sicht herabgestuft werden könnte. Auf Tradegate stabilisierten sich die Anteilsscheine aber erst einmal.

6. Lage im Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seinen Appell zur Lieferung moderner Raketenabwehrsysteme im Krieg gegen Russland bekräftigt. Die Führung in Kiew werde nicht einen Tag in ihren Bemühungen nachlassen, eine ausreichende Zahl dieser Waffen zu erhalten, sagte er am Dienstag in einer Videobotschaft. Aus ukrainischen Orten wurde unterdessen von erneuten Raketenangriffen berichtet. Der Mittwoch ist für die Ukraine der 133. Kriegstag seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar (Mit Material von dpa-AFX).

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