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Diese 6 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Nach zweitägiger Erholungsrally dürfte der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte einen Verschnaufpause einlegen. Der DAX -0,40% wird zum Handelsstart am Mittwoch rund 0,4 Prozent schwächer bei 12.621 Punkte erwartet. Ein Börsianer sprach nach den starken Kursgewinnen seit Monatsanfang von Gewinnmitnahmen. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Mittwoch beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag an ihren starken Oktober-Auftakt angeknüpft und nochmals deutlich zugelegt. Die Hoffnung auf eine weniger aggressive Zinspolitik der US-Notenbank Fed sorgte für Kauflaune unter den Anlegern. "Der Optimismus scheint im Oktober wieder im Markt zurück zu sein", kommentierte Pierre Veyret vom Broker Activtrades. Der Dow Jones +0,00% überwand im frühen Handel erstmals seit dem 22. September wieder die viel beachtete Marke von 30.000 Punkten. Letztlich gewann der US-Leitindex 2,8 Prozent auf 30.316 Punkte und baute damit seine Gewinnserie seit Montag auf rund fünfeinhalb Prozent aus. Für den S&P 500 +0,30% ging es am Dienstag um rund 3,1 Prozent auf 3.790 Zähler nach oben. Der marktbreite Index verbuchte damit einschließlich Montag den stärksten Zweitagesgewinn seit April 2020. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 -0,45% legte um 3,1 Prozent auf 11.582 Punkte zu.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien haben die Aktienmärkte von den positiven Vorgaben aus den Vereinigten Staaten profitiert. In Japan legte der Leitindex Nikkei 225 kurz vor Handelsende leicht zu und steuert damit auf den dritten Tag im Plus in Folge zu. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong stieg der dortige Leitindex Hang Seng +3,33% zuletzt um etwas mehr als fünf Prozent, nachdem dort am Dienstag wegen eines Feiertags nicht gehandelt worden war. In Shanghai ist der Aktienmarkt feiertagsbedingt weiter geschlossen.

3. Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise haben nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag etwas nachgegeben. Am Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 91,72 US-Dollar. Das waren acht Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 19 Cent auf 86,33 Dollar.

Zuletzt stützten Meldungen über eine bevorstehende Förderkürzung des Ölverbunds Opec+ die Ölpreise. Damit gerät am Mittwoch das Treffen dieses Ölkartells zur Festlegung der Strategie für den November in den Fokus. Im Raum steht eine Drosselung der Produktion, um die zuletzt gesunkenen Ölpreise zu stabilisieren. Wegen der Sorge vor einer weltweiten Rezession haben sie seit Juni um bis zu 30 Prozent nachgegeben. Nach Ansicht von Analysten ist daher ein deutliches Marktsignal zu erwarten.

4. Konjunkturdaten

Zur Wochenmitte steht der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Fokus. Dieser wird in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA veröffentlicht. Zudem teilen die Zentralbanken in Polen und Rumänien ihre Zinsentscheide mit. Im- Exportzahlen gibt es zudem aus Deutschland, während in der Schweiz die Konjunkturforschungsstelle ihre Herbst Konjunkturprognose vorlegt. In den USA werden am Nachmittag neben der Handelsbilanz für den vergangenen August zudem frische Daten zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. 

5. Unternehmensnews

Im vorbörslichen Handel auf Tradegate gewannen Carl Zeiss Meditec -1,59% nach einer Hochstufung von "Hold" auf "Buy" durch die Berenberg Bank mehr als zweieinhalb Prozent verglichen mit dem Xetra-Schluss. Die Aktie des Medizintechnik-Herstellers sei qualitativ hochwertig mit starken mittelfristigen Perspektiven und überverkauft, hieß es.

Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke -1,64% erreichte im dritten Quartal im Tagesgeschäft wohl erstmals in diesem Jahr die Gewinnschwelle. Den Umsatz konnte die Online-Apotheke unter anderem dank Neukunden um ein Fünftel steigern. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Auf Tradegate schnellten die Papiere im vorbörslichen Handel um gut zwölf Prozent nach oben zum Xetra-Schluss.

Die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms bescherte den Aktien des jüngst aus dem Nebenwerteindex SDAX +0,22% abgestiegenen Büroausstattungshändlers Takkt -0,30% ein Kursplus von mehr als zwei Prozent auf Tradegate zum Xetra-Schluss.

6. Ukrainische verzeichnet weitere Erfolge bei Gegenoffensive 

Bei dem Vormarsch der ukrainischen Armee sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in den vergangenen Tagen Dutzende Ortschaften aus russischer Besatzung befreit worden. Es gebe gute Nachrichten, sagte Selenskyj in einer am Dienstagabend in Kiew verbreiteten Videobotschaft. "Die ukrainische Armee dringt ziemlich schnell und kraftvoll vor bei der gegenwärtigen Verteidigungsoperation im Süden unseres Landes." Es seien Ortschaften in den Gebieten Cherson, Charkiw, Luhansk und Donezk wieder unter ukrainische Kontrolle gebracht worden. Insbesondere im Gebiet Cherson im Süden seien Ortschaften befreit worden. Die ukrainischen Streitkräfte sprachen am Abend von insgesamt acht Siedlungen. "Unsere Soldaten stoppen nicht. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die Okkupanten von unserem Land vertrieben haben", sagte Selenskyj.

Unterdessen hat die US-Regierung weitere Waffenlieferungen im Wert von 625 Millionen US-Dollar (625 Millionen Euro) angekündigt. Das Paket beinhalte unter anderem weitere Mehrfachraketenwerfer von Typ Himars, Munition und gepanzerte Fahrzeuge, wie das Weiße Haus am Dienstag mitteilte. Bei dem Rüstungspaket für die Ukraine handelt es sich nach US-Angaben um Bestände des Pentagons. Damit erhöhe sich die militärische Unterstützung der USA für die Ukraine seit Beginn von Bidens Amtszeit auf einen Gegenwert von insgesamt 17,5 Milliarden Dollar. Der Großteil der Hilfen wurde seit Beginn des russischen Angriffskriegs gewährt. Erst vergangene Woche hatte die US-Regierung ein Rüstungspaket im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar zugesagt (mit Material von dpa-AFX).

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