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Diese 6 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich die Erholungsrally aus der Vorwoche zum Wochenauftakt fortsetzen. Der DAX -0,72% wurde am Morgen zweitweise 0,4 Prozent fester bei 13.853 Punkte gesehen. Die runde 14 000er-Marke, die letztmals vor zwei Monaten zu Buche stand, rückt näher. Der EuroStoxx 50 -0,42% als Leitindex der Eurozone wird zum Wochenauftakt mit einem Plus von 0,5 Prozent ebenfalls höher erwartet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Montag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Unter Führung der Technologiewerte haben die US-Börsen am Freitag kräftig zugelegt und damit auch auf Wochensicht deutlich gewonnen. Der technologielastige und zinssensible Nasdaq 100 stieg um 2,06 Prozent auf 13.565 Zähler. Der Leitindex Dow Jones legte um rund 1,3 Prozent auf 33.761 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um rund 1,7 Prozent auf 4.280 Zähler hoch.

2. Vorgaben aus Asien 

Maue chinesischen Konjunktursignalen haben die Börsen des Landes am Montag geschwächelt. Dass Chinas Zentralbank überraschend erstmals seit Januar den Zinssatz für einjährige Refinanzierungsgeschäfte mit den Banken senkte, stützte die Kurse nur bedingt. Der Hang Seng +0,12% fiel zuletzt um 0,2 Prozent und der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands notierte 0,03 Prozent im Minus. Der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,48% stieg kurz vor dem Handelsende um gut ein Prozent.

3. Ölpreise weiter auf Talfahrt

Die Ölpreise haben ihre zum Wochenschluss erlittenen Verluste etwas ausgeweitet. Am Montag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 97,06 US-Dollar. Das waren 1,09 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung fiel um 1,01 Dollar auf 91,08 Dollar.

Am Freitag hatte der gestiegene Dollarkurs die Ölpreise belastet, da ein stärkerer Dollar Rohöl in anderen Währungsräumen teurer macht und so auf die Nachfrage drückt. Zu Wochenbeginn nun schürten schwache Konjunkturdaten aus China die Sorge, dass die Nachfrage nach Öl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schwächeln könnte. So verlangsamte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze im Juli im Vergleich zum Vorjahr überraschend. Auch die chinesische Industrieproduktion verlor unerwartet an Schwung.

4. Konjunktur in China schwächt sich ab

Weitere Signale einer wirtschaftlichen Schwäche Chinas haben die Stimmung an den Börsen des Landes zum Wochenstart belastet. Dass Chinas Zentralbank am Montag überraschend erstmals seit Januar den Zinssatz für einjährige Refinanzierungsgeschäfte mit den Banken senkte, stützte die Kurse nur bedingt. Der Schritt wurde eher als Zeichen gesehen, wie sehr die Währungshüter sich um die von harten Corona-Lockdowns betroffene Konjunktur sorgen. So verlangsamte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze im Juli im Vergleich zum Vorjahr überraschend. Auch die chinesische Industrieproduktion verlor unerwartet an Schwung.

5. Unternehmensnews

Unternehmensseitig warten am Montag auf die Anleger in Deutschland einige Nachzügler aus der Berichtssaison. So stehen aus dem Dax die Resultate des Konsumgüterkonzerns Henkel -1,90% auf dem Programm. Henkel erhöhte die Umsatzprognose für das laufende Jahr. Für die Titel ging es vorbörslich auf Tradegate um zwei Prozent nach oben verglichen mit dem Xetra-Schluss vom Freitag. Es winkt im Xetra-Handel der höchste Stand seit Anfang März.

Hellofresh legten auf Tradegate nach den endgültigen Zahlen für das zweite Quartal um 3,3 Prozent zu. Analyst William Woods von Bernstein Research monierte in einer ersten Reaktion die Entwicklung der Kundenzahl, obwohl der Kochboxenlieferant mehr Geld in Werbung gesteckt habe. Kursstützend könnte indes wirken, dass die US-Bank JPMorgan den europäischen Internetsektor positiver betrachtet. Die Bedingungen für Wachstum verbesserten sich, hieß es in einer aktuellen Studie von Analyst Marcus Diebel, in der der Experte auch die Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 -1,11% doppelt hochstufte von "Underweight" auf "Overweight". Auto1 gewannen auf Tradegate 3,4 Prozent.

Die Stammaktien des Autovermieters Sixt -1,31% sanken dagegen nach einer vom Investmenthaus Stifel gestrichenen Kaufempfehlung um 1,1 Prozent. Ferner stehen am Montag mit Geschäftszahlen im Blick der Windkraftanlagenhersteller Nordex +3,34%, der Solar- und Windpark-Betreiber Encavis +2,32% sowie der Wohnimmobilienkonzern Grand City Properties -1,72%.

6. Lage im Ukraine-Krieg

Im Ringen um die Sicherheit des beschossenen ukrainischen Atomkraftwerks (AKW) Saporischschja sieht Moskau die Vereinten Nationen am Zug. Aufgabe des UN-Sekretariats sei es, "grünes Licht zu geben für einen Besuch des AKW von Experten und Expertinnen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), sagte der russische Diplomat Michail Uljanow in einem Interview der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Die Ukraine ihrerseits fordert Sanktionen gegen die russische Atomindustrie. Bei den Gefechten gelingen Kiew nach eigenen Angaben immer wieder Teil-Erfolge. Allerdings habe Moskau im Süden des Donbass "kolossale Kräfte" zusammengezogen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Unterdessen hat Russland bei neuen Raketen- und Artillerieangriffen im Osten der Ukraine nach eigenen Angaben Ziele in Dutzenden Ortschaften beschossen. Die Attacken konzentrierten sich auf die Region Donezk, im benachbarten Gebiet Charkiw sei die Ortschaft Udy eingenommen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag in Moskau mit (Mit Material von dpa-AFX).

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