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Diese 6 Themen sind am Montag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Die Flucht aus Aktien setzt sich auch zu Beginn der neuen Handelswoche weiter fort. Nach dem Fall auf ein Tief seit November 2020 steuert der DAX -1,09% am Montag auf weitere Verluste zu. Am Morgen wurde der deutsche Leitindex zeitweise 0,9 Prozent schwächer bei 12.178 Punkte taxiert. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am heutigen Handelstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA

Die Angst vor einer Rezession hat die US-Aktienmärkte zu Wochenschluss weiter fest im Griff. Investoren stießen am Freitag erneut im größeren Stil Anteile ab. Der Leitindex Dow Jones -1,08% sackte so deutlich unter die Marke von 30.000 Punkten, dass er das niedrigste Niveau seit Ende 2020 erreichte. Seinen Spitzenverlust in Höhe von 2,7 Prozent konnte er aber noch auf rund 1,6 Prozent reduzieren. Mit 29.590 Punkten hat er auf Wochensicht vier Prozent eingebüßt. Generell beobachteten Marktteilnehmer am Freitag eine Flucht der Anleger in sichere Häfen. Befeuert werden die Sorgen weiter von dem entschiedenen Vorgehen der Notenbanken – allen voran der US-Währungshüter, die im Kampf gegen die hohe Inflation auch wirtschaftliche Schäden in Kauf nehmen. Vor diesem Hintergrund verlor der marktbreite S&P 500 -1,24% am Freitag rund 1,7 Prozent auf 3.693 Zähler. Der Nasdaq 100 -0,89% ging rund 1,7 Prozent tiefer bei 11.311 Punkte ins Wochenende.

2. Vorgaben aus Asien 

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte sind unterschiedlich in die Woche gestartet. Während der japanische Leitindex Nikkei 225 -0,55% nach einer Feiertagspause am Freitag zuletzt mit rund zweieinhalb Prozent im Minus stand, konnten sich die chinesischen Märkte behaupten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen der chinesischen Festlandbörsen im Nachmittagshandel leicht zu. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong pendelte der Hang Seng -1,51% um seinen Freitagsschluss.

3. Ölpreise weiter schwach

Zum Wochenauftakt haben die Ölpreise leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 40 Cent auf 78,34 Dollar. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent fiel um 0,50 auf 86,65 Dollar. 

4. Konjunkturdaten

Unter den Konjunkturdaten dürften die Anleger hierzulande dem Ifo-Geschäftsklimaindex ein besonderes Augenmerk schenken. Zudem werden in Spanien die Erzeugerpreise präsentiert und in den USA wird am Nachmittag der Dallas-Fed-Index für die Verarbeitende Industrie vorgelegt. Außerdem wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde das Wort in der Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel ergreifen. 

5. Unternehmensnews

Unternehmensnachrichten sind am Morgen Mangelware. Im Blick dürften Anleger womöglich den Aromen- und Duftstoffehersteller Symrise -1,88% nach einer Verkaufsempfehlung der US-Bank Morgan Stanley haben. 

Auch für den Batteriehersteller Varta -6,19% zeigten sich mehrere Branchenkenner skeptischer, nachdem das Unternehmen vor dem Wochenende seine Jahresziele kassiert hatte. Die Aktie war daraufhin am Freitag mit einem Kursverlust von rund 34 Prozent aus dem Handel gegangen. Die Experten von Goldman Sachs strichen nunmehr ihre Kaufempfehlung; auch JPMorgan stufte Varta ab und kürzte das Kursziel um mehr als die Hälfte. 

6. Düngemittelknappheit in Deutschland 

Die hohen Gaspreise wirken sich auch auf den Absatz von Düngemitteln in Deutschland aus. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der Düngemittelstatistik mitteilt, ging die Menge der in Deutschland in den Verkehr gebrachten Düngemittel im 2. Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal stark zurück. 

In den Absatzzahlen sind sowohl in Deutschland produzierte als auch importierte Düngemittel enthalten. So halbierte sich der Inlandsabsatz von Phosphat-Dünger gegenüber dem Vorjahresquartal (-50,6 Prozent) auf 14.000 Tonnen des darin enthaltenen Nährstoffs Phosphat. Auch der Absatz von Kali-Dünger nahm um etwa die Hälfte (-52,3 Prozent) ab auf 55.900 Tonnen Kaliumoxid. Stickstoff-Dünger wurde im Umfang von 238.000 Tonnen Stickstoff abgesetzt – 18,5 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Einzig der Absatz von Kalk-Dünger (592.600 Tonnen Calciumoxid) blieb mit -0,1 Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2021 nahezu unverändert (mit Material von dpa-AFX).

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