DAX®13.697,41+0,52%TecDAX®3.138,82+0,15%Dow Jones 3033.968,40-0,04%Nasdaq 10013.525,26+0,40%
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Diese 6 Themen sind heute für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Am deutschen Aktienmarkt dürften sich der Rückschlag zur Wochenmitte am Donnerstag ausweiten. Der DAX +0,52%  wurde am Morgen zeitweise 0,6 Prozent tiefer bei 13.085 Zählern taxiert. Damit bleibt die symbolisch wichtige 13.000-Punkte-Marke im Fokus. Die Stimmung an den Aktienmärkten ist weiter nervös. Der Chef der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, trug mit seinen Äußerungen am Vortag "nicht gerade zur Beruhigung bei", wie Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger sagte. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Nach ihrer Vortageserholung haben sich die US-Aktienmärkte zur Wochenmitte knapp behauptet. Konjunktursorgen lasten insgesamt aber weiter auf der Stimmung. Der Dow Jones -0,04% schloss mit einem knappen Minus von rund 0,2 Prozent bei 30.483 Punkten. Zum Handelsstart war der Leitindex um 1,2 Prozent ins Minus abgerutscht, hatte sich aber rasch erholt und bis kurz vor Handelsende in positivem Territorium verbracht. Der marktbreite S&P 500 +0,29% sank letztlich um rund 0,1 Prozent auf 3.759 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 +0,40% verlor rund 0,2 Prozent auf 11.527 Punkte.

2. Vorgaben aus Asien 

 In Asien haben am Donnerstag die Kurse an den wichtigsten Aktienmärkten größtenteils angezogen. So stieg der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands im späten Handel rund 0,7 Prozent. der technologielastige Hang-Seng-Index -0,85% der Sonderverwaltungszone Hongkong gewann zuletzt fast eineinhalb Prozent. In Japan gab der Nikkei 225 +0,41% kurz vor Handelsende dagegen leicht nach.

3. Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise haben am Donnerstagmorgen weiter nachgegeben. Ein  Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 109,02 US-Dollar. Das waren 2,72 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 2,94 Dollar auf 103,25 Dollar.

4. Konjunkturdaten 

Am Donnerstag stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm. So werden die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors und Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA veröffentlicht. Zudem legt der Verband der Europäische Automobilherstellerverband die Zahl der Nutzfahrzeug-Neuzulassungen im vergangenen Monat vor. Am Nachmittag richten sich die Blicke der US-Anleger zudem auf die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

5. Unternehmensnews

Mit Blick auf die Einzelwerte am deutschen Markt stehen aktuell vor allem Umstufungen im Fokus. Vantage Towers +0,21% zeigten sich bereits vorbörslich schwach. Auf der Handelsplattform Tradegate gaben sie im Vergleich zum Xetra-Schluss um etwas mehr als zwei Prozent nach. Auslöser dürfte eine Studie von Morgan Stanley sein. Der Optimismus der US-Bank zur Aktie der Vodafone-Sendemastentochter ist gewichen. Die Analysten stuften das Papier auf "Equal-weight" ab und senkten das Kursziel von 38 auf 32 Euro. Damit sehen sie, gemessen am Xetra-Schlusskurs von 27,54 Euro, allerdings immer noch ein Kurspotenzial von 16 Prozent.

Zudem wurden die Papiere von Aroundtown -0,75% wurden von JPMorgan abgestuft, und für die Rheinmetall-Aktie -1,01% strich die britische Bank HSBC aus Bewertungsgründen ihre Kaufempfehlung und setzte das Kursziel von 220 auf 240 Euro hoch. Beide Aktien gaben auf Tradegate ebenfalls vorbörslich nach. Zu Aroundtown schrieb JPMorgan-Analyst Tim Leckie: Es sehe so aus, als könnte die Aktie des Immobilienkonzerns Value-Anlegern Chancen bieten, doch weitere Kursgewinnen seien fraglich. Die Ära günstiger schuldenfinanzierter Akquisitionen sei vorbei und es mangele an Gewinndynamik.

Die Papiere von Salzgitter +3,49% indes schlugen bereits vor dem Börsenstart einen Erholungskurs ein und legten auf Tradegate zu. Nach einem kritischen Blick der US-Bank JPMorgan auf die gesamte europäische Stahlbranche am Vortag samt einer damit einhergehenden Abstufung auf "Underweight", waren sie um 11 Prozent abgesackt. Nun meldet sich die US-Bank Morgan Stanley zu Wort und stufte ihrerseits die Papiere des Stahlherstellers von "Underweight" auf "Equal-weight" hoch. Zwar wurde zugleich das Kursziel von 46,00 auf 40,80 Euro gekappt, doch vom Xetra-Schlusskurs bei 25,56 Euro aus betrachtet, bedeutet das immer noch ein Kurspotenzial von satten 60 Prozent.

6. Lage im Ukraine-Krieg

Die Positionen der ukrainischen Armee im östlichen Industriegebiet Donbass seien vom russischen Militär mit Flugzeugen bombardiert und mit Raketen und Artillerie beschossen worden, teilte der Generalstab der Ukraine mit. In dem abendlichen Lagebericht wurden mehr als vier Dutzend Städte und Ortschaften aufgezählt, die beschossen worden seien. Russland setzt stark auf Artillerie, um nach massivem Beschuss von Ort zu Ort vorzurücken.

Derweil machen die Verhandlungen zum Durchbrechen der russischen Getreide-Blockade in der Ukraine offenbar Fortschritte. UN-Sicherheitsratskreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur die Möglichkeit eines Treffens der Konfliktparteien zusammen mit UN-Generalsekretär António Guterres in der Türkei - womöglich schon in der kommenden Woche. Die internationale Gemeinschaft fordert von Russland seit Wochen, den Export von ukrainischem Getreide zu ermöglichen. Die Ukraine beklagt, dass durch die russische Kriegsmarine ihre Häfen im Schwarzen Meer blockiert seien. Beide Länder gehören zu den größten Weizenexporteuren und spielen eine wichtige Rolle für die Ernährungssicherheit in der Welt. Die Vereinten Nationen warnten zuletzt schon vor der größten Hungersnot seit Jahrzehnten (Mit Material von dpa-AFX). 

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