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E.on und Rwe: Entlastungspaket und Gasstopp belasten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: RWE AG

Zum Wochenauftakt geraten die Energieversorger-Aktien deutlich unter Druck. Neben dem Stopp der russischen Gaslieferungen durch die Nord-Stream-1-Pipeline sorgt dabei auch das milliardenschwere neue Entlastungspaket der Bundesregierung für fallende Aktienkurse bei den Papieren von E.on, Nordex, RWE und Co. 

Deutschland bekommt praktisch kein Gas mehr aus Russland. Gazprom lässt alle Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 bis auf Weiteres ruhen – angeblich wegen technischer Probleme. Der Kreml machte die Sanktionspolitik für den Gas-Lieferstopp verantwortlich. Vermutet wird aber, dass Kreml-Chef Wladimir Putin den Westen – und insbesondere Deutschland – im Konflikt um die Ukraine noch mehr unter Druck setzen will. "Die Angst vor einer Lehman-artigen Krise im europäischen Energiesektor wächst", schrieb Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets.

Entlastungspaket belastet Versorger-Aktien

Zudem wird die Branche dadurch belastet, dass die Ampel-Koalition Bürgerinnen und Bürger angesichts steigender Preise mit einem dritten Unterstützungspaket in Höhe von mehr als 65 Milliarden Euro entlasten will. Eine geplante Maßnahme ist, dass für einen gewissen Basisverbrauch an Strom ein vergünstigter Preis gelten soll. Für einen zusätzlichen Verbrauch darüber hinaus wäre der Preis nicht begrenzt. Finanziert werden soll die Preisbremse, indem übermäßige Gewinne am Strommarkt abgeschöpft werden sollen.

Das Paket überrasche positiv für E.on und negativ für RWE, schrieb Analyst Peter Crampton von der britischen Investmentbank Barclays. Das liege auch daran, dass die Regierung stärker auf die Besteuerung von Übergewinnen von Energiekonzernen setzen wolle als erwartet. Mit Blick auf Eon seien die Vorschläge positiv, die Menschen bei den Stromrechnungen zu entlasten. RWE ist vor allem in der Stromerzeugung aktiv, wohingegen Eon sich auf Netze und Vertrieb fokussiert.

Das machen die Aktien von Eon, RWE und Co.

Am deutschen Aktienmarkt kommen die Nachrichten zum Wochenauftakt schlecht an: Die RWE-Aktie -1,11% fiel am Montagmorgen auf der Handelsplattform Xetra zeitweise um 4,3 Prozent auf 37,26 Euro. Für die Anteilsscheine von E.on -1,04% ging es um 2,9 Prozent nach unten. Deutliche Einbußen verbuchten in den hinteren Reihen auch die Papiere der Erneuerbare-Energien-Unternehmen Nordex +1,84%, Encavis -0,50% und PNE +0,21%. Hier betrugen die Abschläge zwischen 0,9 Prozent, beziehungsweise 8,8 Prozent und 5,5 Prozent (Mit Material von dpa-AFX). 

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