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FedEx-Crash als böses Omen für die Welt-Konjunktur? Container-Reedereien Hapag-Lloyd und Maersk taumeln abwärts

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der pessimistische Ausblick des US-Paketdienstes FedEx wird als ein generell schlechtes Omen für die Weltkonjunktur gesehen. Während die Papiere des S&P-500-Werts um über 20 Prozent abstürzen, kommen auch die Aktien von Logistik- und Transport-Unternehmen unter Druck. Reederei-Aktien von Hapag-Lloyd und Maersk fallen überdurchschnittlich.

Durch die miserablen Zahlen von FedEx und die drastische Gewinnwarnung sehen sich Konjunktur-Pessimisten bestätigt, die mit einer weltweiten Rezession rechnen. Davon überdurchschnittlich betroffen wäre auch der Frachtverkehr. Während der Pandemie waren die Frachtraten noch in die Höhe geschossen, nun gehen die Preise zurück – teilweise um mehr als 50 Prozent.

Die kassierten Ziele des US-Paket-Dienstes FedEx, der aufgrund seiner globalen Verbreitung eine Art Indikator für den Welthandel ist, lösen am Freitag auch einen Ausverkauf bei Logistik-Konzernen wie Kühne+Nagel und die Reedereien Hapag-Lloyd und Moeller Maersk aus. Die Aktien der Dänen landeten mit einem Abschlag von 6,2 Prozent (Xetra) auf dem tiefsten Niveau seit April 2021, die der Deutschen mit einem Kursrückgang von fast sechs Prozent auf dem Stand vom vergangenen Oktober.

Die Zahlen von FedEx ließen sich auf Reederein zwar nicht eins zu eins übertragen, betonte Analyst Ole Hansen von der Saxo Bank laut Reuters. Sie bestätigten aber einen Abschwung der Weltwirtschaft und drohende Rezessionen in Amerika und Europa.

Analyst Jonathan Chappell von Evercore ISI betonte, das Management führe die enttäuschende Tendenz auf international verschlechterte Geschäftsbedingungen zurück, was auch für viele andere Unternehmen kein gutes Indiz sei.

Auch Analyst Samuel Bland von JPMorgan nahm sich die beiden Reedereien in einer aktuellen Studie vor. Für Maersk und Hapag 2023 rechnet er nun mit einer Halbierung der Frachtraten gegenüber diesem Jahr. Das Kursziel für Hapag-Lloyd senkte er von 190 auf 155 Euro, die Einstufung beließ er auf "Underweight".

Hapag-Lloyd hänge stärker als der Kontrahent Moeller-Maersk von den niedrigeren Spot-Frachtraten ab, schrieb Bland in einer aktuellen Studie. Der Experte kürzte die Schätzung für das operative Ergebnis 2023 um 62 Prozent. Die Aktien der Container-Reederei seien überbewertet.

Die Frachtraten im Seehandel von Asien nach Nordeuropa beziehungsweise zur Westküste Nordamerikas sind seit Beginn des Jahres von jeweils mehr als 14.000 Dollar pro Container auf etwa 4.000 beziehungsweise 8.000 Dollar gefallen. Aktuell verhindern allerdings noch Staus vor vielen Seehäfen eine Rückkehr zu Werten vor der Pandemie.

Martin Mrowka

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