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HelloFresh: Analyst senkt den Daumen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Die Talfahrt bei HelloFresh geht weiter: Nach einer Senkung der Jahresziele am Vortag haben auch am Donnerstag viele Anleger bei den Papiere des Kochboxenversenders die Reißleine gezogen. Als DAX-Schlusslicht fiel die HelloFresh-Aktie auf ein neues Mehrjahrestief und generierte damit ein weiteres Verkaufssignal.

Am Mittwoch hatte der Kochboxenversender seine Finanzziele für 2022 gesenkt. Beim Umsatz rechnet er nur noch mit einem Anstieg zwischen 18 und 23 Prozent nach zuvor 20 bis 26 Prozent. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) wird zwischen 460 und 530 Millionen Euro erwartet. Bislang waren es 500 bis 580 Millionen Euro.

Das sagen die Analysten 

Die Investmentbank Kepler Cheuvreux stufte die Papiere des Kochboxenlieferanten nun am Donnerstag von "Buy" auf "Hold" ab und senkte das Kursziel deutlich von 56 auf 33 Euro. Auch andere Wertpapierhäuser reduzierten ihre Kursziele.

Nach vier Gewinnwarnungen binnen 18 Monaten sei es verständlich, dass die Anleger erst einmal die Finger von der Aktie ließen, kommentierte Analystin Sarah Simon von der Privatbank Berenberg die starken Kursverluste. Nun sei etwas Geduld nötig. Angesichts immer noch attraktiver Wachstumsraten, der Profitabilität und der starken Bilanz habe das Papier Luft nach oben.

Die Senkung der Jahresziele wirke verglichen mit dem Kurseinbruch im Jahresverlauf moderat, schrieb Analyst Benjamin Kohnke von der Investmentbank Stifel. Dem Markt werde aber sauer aufstoßen, dass das Management bis zuletzt sehr optimistisch gewesen sei und die Reduktion nach einem eigentlich soliden zweiten Quartal komme. Damit zeichne sich eine deutliche Verschlechterung im Juli ab.

Das macht die HelloFresh-Aktie

Am Vormittag brachen die HelloFresh-Titel +3,63% bis auf 26,09 Euro ein, den tiefsten Stand seit April 2020. Zuletzt notierten sie 9,8 Prozent tiefer bei 27,00 Euro und waren damit erneut klares Schlusslicht im DAX -0,72%. Tags zuvor waren die Anteilsscheine bereits um mehr als 9 Prozent abgesackt und hatten die gleitende 50-Tage-Linie deutlich unterschritten. Sie gilt als mittelfristiger Trendindikator.

Mit Material von dpa-AFX.
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