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Henkel: Prognose rauf – Analysten bleiben optimistisch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat zum Wochenauftakt seine Umsatzprognose nach oben geschraubt. Nach einem robusten ersten Halbjahr traut sich der DAX-Konzern dabei nun auch für das Gesamtjahr mehr zu. Für die Henkel-Vorzüge geht es am Montagvormittag, flankiert von positiven Analystenstimmen, jedoch nur kurzzeitig nach oben. 

Wie Henkel mitteilte, belasten gestiegene Logistik- und Rohstoffkosten weiter das Ergebnis, sodass der DAX-Konzern für 2022 weiter mit einem rückläufigen Gewinn rechnet. Beim Umsatz wird das Unternehmen jedoch optimistischer und rechnet nun mit einem Wachstum von 4,5 bis 6,5 Prozent. Das entspricht jeweils einem Prozentpunkt mehr als Henkel bisher in Aussicht gestellt hatte. Die bereinigte Umsatzrendite soll neun bis elf Prozent betragen. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie zu konstanten Wechselkursen dürfte um 15 bis 35 Prozent sinken. Hier steht nach sechs Monaten bislang ein Rückgang von gut einem Fünftel zu Buche.

Derweil schreitet die Fusion der beiden Konsumentengeschäfte laut Konzernangaben weiter voran. Dabei hat Henkel wie bereits bekannt auch Marken und Geschäfte mit einem Gesamtumsatz von bis zu einer Milliarde zur Disposition gestellt. In den ersten sechs Monaten habe sich Henkel bereits von einigen Nicht-Kerngeschäften im Kosmetikbereich getrennt.

So lief das erste Halbjahr 

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um knapp 10 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte. Organisch lag das Wachstum bei 8,9 Prozent, was über den Erwartungen der Analysten lag. Das Ergebnis sank hingegen wegen der höheren Kosten deutlich. So nahm das bereinigte operative Ergebnis im ersten Halbjahr um 18,5 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro ab, die entsprechende Marge fiel von 14,4 auf 10,7 Prozent. Dabei schnitt Henkel etwas besser ab als von Analysten erwartet. Der Nettogewinn sank um mehr als die Hälfte auf 447 Millionen Euro.

Das sagen die Analysten 

Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Henkel nach den Halbjahreszahlen auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 62 Euro belassen. Ein gutes Zahlenwerk sei nach den Berichten der Konkurrenz bereits erwartet worden, schrieb Analyst Iain Simpson in einer am Montag vorliegenden Studie. Alle Sparten hätten besser abgeschnitten als gedacht, Höhepunkte seien der Umsatz im Klebstoffgeschäft sowie die Marge im Beauty-Geschäft gewesen.

Ähnlich äußerte sich das US-Analysehaus Bernstein. Wie bereits seine Wettbewerber habe der Konsumgüterkonzern die Erwartungen am Markt übertroffen, schrieb Analyst Bruno Monteyne in einer am Montag vorliegenden Studie. Auf wichtige Fragen wie die Folgen eines möglichen Gas-Engpasses habe der Konzern aber zunächst keine Antworten gegeben. Bernstein Research hat die Einstufung für Henkel nach den Halbjahreszahlen auf "Market-Perform" belassen, sieht mit einem Kursziel von 74 Euro jedoch deutlich mehr Aufwärtspotenzial. 

Das macht die Henkel-Vorzugsaktie

Vorbörslich stiegen die Henkel-Vorzüge +0,79% auf der Handelsplattform Tradegate um 2,4 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss. Im regulären Handel konnten die Papiere die Kursgewinne jedoch nicht halten und verloren zuletzt rund 0,5 Prozent auf 64,52 Euro. Gegenüber dem Kursziel von 74 Euro beträgt das von Bernstein erwartete Aufwärtspotenzial demnach rund 16 Prozent (Mit Material von dpa-AFX).

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