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H&M: Margen-Sorgen setzen Aktie unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Der Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) setzt seinen Erholungskurs von der Corona-Pandemie weiter fort. Zwischenzeitlich hatte sich das Wachstum des Inditex-Konkurrenten wegen der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Lockdowns in China verlangsamt, doch zuletzt zogen die Geschäfte wieder an. Allerdings sorgen sich die Anleger nun um die Gewinnmargen des Konzerns.

Konkret kletterte der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 54,5 Milliarden Schwedische Kronen (rund 5,1 Milliarden Euro) und lag damit über den Erwartungen der Analysten. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Plus zwölf Prozent. Den vollständigen Halbjahresbericht will H&M am 29. Juni vorlegen.

Margen-Entwicklung im Fokus 

Allerdings überschatteten die Unsicherheit bezüglich der Margen-Aussichten sowie der anhaltende Kostendruck das Umsatzplus. Nach Ansicht von Analyst Richard Chamberlain von der kanadischen Bank RBC fielen die Erlöse im zweiten Quartal stärker aus als erwartet. Dies führte er auf eine starke Erholung der Ladenverkäufe in den wichtigsten Märkten zurück, da die Kunden ihre Kleiderschränke wieder auffüllten. Die Aussichten für die Margen seien aber eher gemischt. Im dritten Quartal gebe es ein größeres Risiko, da die Lagerbestände in Russland umverteilt werden müssten.

Russland-Rückzug belastet 

H&M war einer der ersten Einzelhändler, der Konsequenzen aus dem Krieg zog und davon getroffen wurde. Das Unternehmen hat seit Beginn des Krieges sämtliche Aktivitäten in Russland, der Ukraine und in Weißrussland auf Eis gelegt. Insgesamt seien 185 Filialen und der Online-Handel in Russland betroffen, hatte H&M bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal mitgeteilt.

Das macht die H&M-Aktie 

Die Aktie drehte nach frühen Gewinnen ins Minus und verlor zuletzt rund 3,8 Prozent an Wert. Damit waren die H&M-Papiere +1,66% der größte Verlierer im Index OMX Nordic 40.

Sechs-Monats-Chart Hennes & Mauritz (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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