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Infineon: Chip-Aktien leiden wegen USA-China-Streit

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die USA haben neue Beschränkungen für den Export von Hochleistungs-Chips nach China und Russland verhängt. Das betrifft vor allem die US-Chiphersteller Nvidia und AMD. Doch auch in Deutschland rutschen die Hersteller von Halbleitern in abgeschwächtem Börsen-Umfeld überdurchschnittlich. Im DAX leidet Infineon, im MDAX die Aktie von Aixtron. 

Die am Vortag beschlossenen US-Restriktionen betreffen Mikroprozessoren, die vor allem bei Anwendungen der künstlichen Intelligenz benötigt werden. Chiphersteller Nvidia erklärte am Mittwoch-Abend, dass amerikanische Behörden verfügt hätten, den Export von zwei Hochleistungschips nach China zu stoppen. Damit solle unter anderem die Fähigkeit chinesischer Firmen eingeschränkt werden, Hochleistungssysteme zur Gesichtserkennung bauen zu können. 

Leistungsstarke Prozessoren nicht mehr nach China

Nvidia ist bei Verbrauchern vor allem für seine Grafikchips bekannt. Leistungsstarke Grafikprozessoren (GPUs) sind aber auch in der Lage, rasend schnell Rechenschritte für das maschinelle Lernen abzuarbeiten. Von den Exportbeschränkungen sind nach der Erklärung von Nvidia gegenüber US-Börsenaufsicht SEC die Baureihen A100 und H100 betroffen. Auch der Chiphersteller AMD erklärte, er habe eine ähnliche Verfügung seine GPU-Produktlinie erhalten. Auch hier geht es um Chips, die sich vor allem für KI-Berechnungen eignen. "Es erscheint ratsam, die betroffenen chinesischen Einnahmen aus unseren Schätzungen bei Nvidia herauszunehmen", kommentierte Bernstein-Analyst Stacy Rasgon in einer ersten Reaktion. 

Die Regierung von Präsident Joe Biden versucht seit Monaten, den High-Tech-Export in Länder wie China und Russland stärker zu regulieren. Zuletzt hatte das Handelsministerium eine Vorschrift eingeführt, die den Export von Chipdesign-Software blockieren könnte, die für die Herstellung der nächsten Chip-Generation erforderlich ist. 

Chip-Aktien unter Druck

China ist ein wichtiger Markt von Nvidia. Die Exportbeschränkungen könnten laut der Mitteilung des Unternehmens bis zu 400 Millionen Dollar Quartalsumsatz kosten. Die Nvidia-Aktie +1,92% gab nachbörslich um über sechs Prozent nach, die AMD-Aktie +0,12% um knapp vier. 

Die schlechte Chip-Stimmung strahlt auch negativ auf den DAX-Konzern Infineon +1,04% aus. Die Aktie verliert mehr als zwei Prozent. Die Papiere des Branchenausrüsters Aixtron +0,75% sacken im MDAX um 3,5 Prozent ab. (Mit Material von dpa-AFX) 

Sechs-Monats-Chart Infineon (in Euro, Xetra)
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