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Kohle statt Gas: Bundeskabinett ebnet den Weg

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

In der Gaskrise können schon bald vermehrt Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung zum Einsatz kommen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung. "Wir wollen jetzt im Sommer Gas einsparen, um unsere Speicher für den Winter zu füllen", erklärte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Den den Geldhäusern Credit Suisse und JPMorgan könnte diese Aktie davon profitieren.

Kraftwerke, die mit Kohle und Öl betrieben werden und sich aktuell in der Netzreserve befinden, können dank der Verordnung bis zum Ende des Winters befristet an den Strommarkt zurückkehren. Die Verordnung trete am Donnerstag in Kraft. Damit will Habeck die Vorsorge stärken. Man wappne sich weiter für eine Zuspitzung der aktuellen Lage am Energiemarkt.

Kohleausstiegsziel bleibt unangetastet

Das vordringliche Ziel, den Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 zu vollenden, bleibe von der befristeten Maßnahme unangetastet, so das Ministerium. Die Koalition strebt einen früheren Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung an, bisher ist dieser bis spätestens 2038 geplant.

Das sagen die Analysten

Wie DER AKTIONÄR berichtete, zeigten sich die Geldhäuser Credit Suisse und JPMorgan zuletzt zuversichtlich für die RWE-Aktie. Angesichts einer schwierigen Lage bei der Gasverstromung rechnet JPMorgan-Analyst Javier Garrido nicht mit größeren Hindernissen bei der Umsetzung des entsprechenden Gesetzesvorschlags. Bei RWE belaufe sich die betreffende zusätzliche Kapazität auf 0,9 Gigawatt, hieß es in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die US-Bank stuft die RWE-Papiere aktuell mit Overweight und einem Kursziel von 60 Euro ein. 

Credit-Suisse-Analystin Wanda Serwinowska sieht laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie derweil Potenzial für eine weitere Erhöhung der Jahresziele und hob ihre Schätzungen bis 2025 an. RWE sei einer der Branchenfavoriten dank der besten Kombination aus Gewinnpotenzial aus Strompreisen und relativ geringen politischen Interventionsrisiken. Das Kursziel für die RWE-Aktie erhöhte Serwinowska von 40,50 auf 44,50 Euro und bestätigte die „Outperform“-Einstufung. 

Das macht die RWE-Aktie

In einem schwachen Marktumfeld kommt die RWE-Aktie -2,09% trotz der positiven Analystenstimmen nicht in Fahrt, stattdessen geben die Papiere des Versorgers um rund ein Prozent nach. Aus charttechnischer Sicht notiert die Aktie damit weiter unweit der vielbeachteten 200-Tage-Linie. Gelingt den RWE-Papieren ein Sprung darüber, wird ein neues Kaufsignal generiert. 

Sechs-Monats-Chart RWE (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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