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Rheinmetall: Ausblick setzt Aktie unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Ein schwacher Ausblick und eine gestrichene Prognose setzen am Freitag die Aktie des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall unter Druck. Hatte der DAX-Konzern bisher für das Rüstungsgeschäft noch mit Aufträgen in Höhe von 13 bis 15 Milliarden Euro im laufenden Jahr gerechnet, musste Rheinmettal nun zurückrudern. Bei den Anlegern kommt dies schlecht an.

Im zweiten Quartal verbuchte Rheinmetall ein Umsatzplus von sieben Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte dabei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf 114 Millionen Euro. Unter dem Strich stand dabei ein auf die Aktionär entfallender Nettogewinn in Höhe von 57 Millionen Euro zu Buche. Vor einem Jahr hatte Reinmetall im zweiten Quartal noch ein Minus von 40 Millionen Euro wegen einer Wertberichtung für sein Kolbengeschäft verzeichnet.

Schwächere Auftragsentwicklung erwartet 

Allerdings schlägt das Management für die Rüstungssparte inzwischen vorsichtigere Töne an. Nach dem ersten Quartal hatte Rheinmetall für das Rüstungsgeschäft noch mit Aufträgen von 13 bis 15 Milliarden Euro im laufenden Jahr gerechnet. Jetzt sollen es noch 10 bis 12 Milliarden werden, was nach den 4,8 Milliarden aus dem vergangenen Jahr aber immer noch ein kräftiger Sprung wäre.

Ein Grund für die gekappte Prognose sei, dass es mittlerweile mehr Klarheit über die Verwendung des Sondervermögens für die Bundeswehr gebe, hieß es vom Konzern. Zudem sei zuletzt ein Großauftrag der Slowakei für leichte Infanteriepanzer an den Konkurrenten BAE Systems -2,84% gegangen, erklärte Analystin Olivia Charley von der Investmentbank Goldman Sachs.

Umsatzprognose gesenkt

Vor dem Hintergrund der erwarteten Auftragsentwicklung rechnet Rheinmetall für 2022 zudem nur noch mit einem Umsatzwachstum aus eigener Kraft um rund 15 Prozent. Das entspricht dem unteren Ende der vorherigen Zielspanne von 15 bis 20 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern 5,66 Milliarden Euro umgesetzt. Mit Blick auf die erwartete Profitabilität änderte sich indes nichts. Das Unternehmen rechnet weiter mit einer operativen Ergebnisrendite von über elf Prozent. Damit soll das operative Ergebnis über den 594 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr liegen.

Das macht die Rheinmetall-Aktie

Der Kurs der Rheinmetall-Aktie -1,59% geriet am Freitagvormittag deutlich unter Druck. Mit einem Kursverlust von mehr als sechs Prozent auf 177,25 Euro war das Papier zuletzt größter Verlierer im MDAX -0,48%. Damit setzte sich der Schlingerkurs der vergangenen Wochen unter der 200-Euro-Marke fort. Im Zuge des Ukraine-Kriegs war die Rheinmetall-Aktie zuvor auf ein neues Rekordhoch bei rund 228 Euro geklettert.

Sechs-Monats-Chart Rheinmetall (in Euro)

Mit Material von dpa-AFX.

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