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SAF-Holland: Darum steht die Aktie heute unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland will erneut den schwedischen Bremsenhersteller Haldex übernehmen. Der Gesamtwert des neuen Angebots liegt bei umgerechnet 307 Millionen Euro. SAF-Holland wollte bereits vor sechs Jahren das schwedische Unternehmen für rund 450 Millionen Euro übernehmen. Damals stieg das Unternehmen aus einem Bieterwettbewerb aus. An der Börse sorgt das Angebot für gemischte Kursreaktionen.

Haldex ist ein Hersteller von Bremssystemen wie Druckluft-Scheibenbremsen und automatischen Bremsnachstellern sowie von Luftfederungen für schwere Lkw, Busse und Anhänger. Zu den Kunden gehören große Hersteller von Lkw, Bussen und Trailern in Nordamerika, Europa und Asien. Das Unternehmen mit seiner Hauptzentrale im schwedischen Landskrona erzielte 2021 einen Umsatz von etwa 455 Millionen Euro.

Hohe Prämie

SAF-Holland biete 66 schwedische Kronen je Haldex-Aktie +0,16% in bar, teilten die Franken am Mittwoch mit. Das Übernahmeangebot entspreche einer Prämie von 46,5 Prozent auf den Vortagesschlusskurs der Haldex-Aktien an der Nasdaq Stockholm. Dies sei der endgültige Angebotspreis. Der Verwaltungsrat von Haldex empfehle den Aktionären von Haldex einstimmig, das Angebot anzunehmen, teilte SAF-Holland weiter mit. Die Annahmefrist soll voraussichtlich um den 4. Juli beginnen und bis 16. August laufen. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.

Großaktionäre nehmen Angebot an

SAF-Holland habe bereits 14,1 Prozent der ausstehenden Aktien von Haldex erworben, hieß es weiter. Der größte Teil dieses Aktienpakets stammt von der Knorr-Bremse -0,63% AG, die laut einer eigenen Mitteilung für ihren 9,2-Prozent-Anteil rund 28 Millionen Euro erlöste. Den restlichen Anteil von 4,9 Prozent habe SAF im März und April gekauft, sagte SAF-Holland-Chef Alexander Geis in einer Telefonkonferenz.

Darüber hinaus hätten sich Athanase Industrial Partners, Fjärde AP-fonden, Afa Försäkring und Nordea Asset Management unwiderruflich verpflichtet, das Angebot unter bestimmten Bedingungen anzunehmen. Diese Investoren hielten zusammen etwa einen Anteil von 22,5 Prozent an dem schwedischen Unternehmen.

Hohe Annahmeschwelle

Es gebe immer ein Risiko, dass eine andere Firma eine Gegenofferte mache, räumte Geis ein. Allerdings würde dieses Mal im Gegensatz zu 2016 das Board of Directors von Haldex die Offerte von SAF-Holland empfehlen. Zudem habe sich SAF-Holland bereits rund 36,6 Prozent der Anteile gesichert. Das alles mache ihn zuversichtlich, dass SAF-Holland das Ziel erreichen werde, mindestens 90 Prozent der Aktien zu erhalten, fügte er hinzu.

Das machen die Aktien von Haldex und SAF-Holland

Für die Haldex-Papiere +0,16% aus Schweden ging es an der Börse in Stockholm um 44 Prozent in die Höhe auf rund 65 schwedische Kronen. Die im Nebenwerteindex SDAX +0,34% notierte SAF-Holland-Aktie verlor hingegen gut fünf Prozent auf 7,59 Euro und testeten damit die 21-Tage-Linie. In den vergangenen Wochen hatten sie sich gerade erst von ihrem Anfang Mai erreichten Tief seit Herbst 2020 etwas erholt.

Sechs-Monats-Chart SAF-Holland (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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