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Siemens Energy: Quartalsverlust deutlich ausgeweitet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy +2,65% ist im dritten Quartal tiefer in die Verlustzone gerutscht. Dafür verantwortlich waren die anhaltenden Probleme bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa +0,22% sowie millionenschwere Belastungen durch die Restrukturierung des Russland-Geschäfts. Nach Steuern vergrößerte sich der Verlust daher in den Monaten April bis Juni von 307 Millionen auf 533 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in München mitteilte.

Die negativen Sondereffekte bezifferte Siemens Energy auf 298 Millionen Euro. Davon entfielen 233 Millionen Euro auf die auf Energieübertragung sowie Technik und Service für konventionelle Kraftwerke ausgerichtete Sparte Gas and Power (GP), was dem Russland-Geschäft geschuldet war. Siemens Energy senkte daher seine Prognose für das Ergebnis nach Steuern erneut und erwartet nun einen Verlust, der das Vorjahresniveau annähernd um die Belastungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Russland-Geschäfts übersteigt. Zuletzt war das Unternehmen von einem Verlust auf dem Vorjahresniveau von 560 Millionen Euro ausgegangen.

Bereinigtes Ebitda auch verschlechtert

Um Sondereffekte bereinigt verschlechterte sich das operative Ergebnis (Ebita) deutlich und rutschte mit 131 Millionen Euro ebenfalls in den roten Bereich, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von 54 Millionen Euro angefallen war. Die entsprechende Marge sank von plus 0,7 auf minus 1,8 Prozent.

Dagegen verbesserte sich der Umsatz leicht um 0,2 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis - bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe - sanken die Erlöse um 4,7 Prozent. Die Auftragsbücher füllten sich weiter. So stieg das Neugeschäft im Quartal um 65,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

Management hält an Prognose fest 

Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für die operativen Kennziffern. Für Umsatz und bereinigte Gewinnmarge erwartet der Konzern Ergebnisse weiter am unteren Rand seiner bisherigen vorhergesagten Spannen. Siemens Energy hat eine vergleichbare Umsatzentwicklung von minus zwei bis plus drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr in Aussicht gestellt, dazu eine bereinigte operative Marge (Ebita) von zwei bis vier Prozent.

Der Ausblick und die Prognose konnten die Aktie von Siemens Energy jedoch nicht davor bewahren, auf der Handelsplattform Tradegate um 1,9 Prozent im Vergleich zum Börsenschluss am Freitag abzurutschen. 

(mit Material von dpa-AFX)


Siemens Energy: Chart (6 Monate)
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