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Tesla: Die Gerüchteküche brodelt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Laut Medienbericht hat der Autobauer Tesla seine Pläne für die Fertigung eigener Batterien in Deutschland bleiben angesichts möglicher Steuererleichterungen in den USA pausiert. Die Herstellung von mehr Batterien in den USA könne Tesla helfen, sich für zusätzliche Steuererleichterungen aus dem sogenannten Inflationsbekämpfungsgesetz von US-Präsident Joe Biden zu qualifizieren. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht.

Das Wall Street Journal schrieb am Mittwoch, Tesla pausiere mit dem Vorhaben, eigene Batterien in der neuen Autofabrik Grünheide bei Berlin herzustellen. Der US-Kongress in Washington hatte im August ein Gesetzespaket über Milliardeninvestitionen in den Klimaschutz und den Sozialbereich verabschiedet. Es sieht unter anderem finanzielle Anreize auch für den Bau von Werken für Elektroautos vor, die Energieforschung soll vorangetrieben werden. 

Brandenburger Wirtschaftsministerium rechnet weiter mit Batteriefabrik in Grünheide

Das Brandenburger Wirtschaftsministerium forderte eine Reaktion der EU, weil das US-Inflationsreduktionsgesetz zu einem Wettbewerbsnachteil in Europa führe. "Hier muss die EU beihilferechtlich reagieren, um wieder Augenhöhe herzustellen." Zudem geht das Ministerium geht weiter davon aus, dass Tesla die Batteriefabrik für eine eigene Zellfertigung errichten wird. Das Ministerium habe am Donnerstag erste Informationen dazu erhalten, sagte Sprecherin Irene Beringer. "Möglich scheint, dass Tesla einzelne Prozessschritte in den Werken neu priorisiert, der Standort Grünheide jedoch in Aufbau und mit seinen Arbeitsplätzen so erhalten bleibt." Den Bericht wollte sie nicht kommentieren.

Batteriefabrik in Deutschland weit vorangeschritten 

Der Bau der Batteriefabrik in Grünheide in Brandenburg ist schon weit fortgeschritten – der Zeitplan für eine Eröffnung war aber unklar. Tesla-Chef Elon Musk wollte das Werk bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen, wie er im November 2020 sagte. Geplant ist dort bisher die Massenfertigung neuartiger Batteriezellen mit einer Herstellung von Trockenelektroden, die mit deutlich weniger Flächenverbrauch und Energieaufwand auskommen sollten. Das Unternehmen produziert seit März dieses Jahres in Grünheide E-Autos.

Das macht die Tesla-Aktie 

Für die Tesla-Aktie geht es im vorbörslichen US-Handel am Donnerstagnachmittag knapp eine halbe Stunde vor dem Handelsstart um 0,1 Prozent nach oben. Damit dürften die Papiere nahe des gestrigen Schlusskurses von 302,61 Dollar in den Handel starten. Aus charttechnischer Sicht gilt es derweil weiter, die 300-Dollar-Marke zu verteidigen (mit Material von dpa-AFX).

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