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Tesla: Funktionslose Brandmeldeanlage ist kein Problem für Behörde

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

In der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide funktionieren seit Produktionsbeginn weder die Brandmeldeanlage noch die Sprinkler. Stattdessen patrouillieren zur Brandvorbeugung Mitarbeiter in der Halle. Kurios: Die zuständige Behörde sieht darin kein Problem für den Brandschutz. Aus diesem Grund stößt das Verhalten der Behörde bei Umweltschützer auf Kritik.

Den Behörden sei bekannt, dass die Brandmeldeanlage und die Sprinkler nicht in Betrieb seien, sagte der Bau- und Umweltdezernent des zuständigen Landkreises Oder-Spree, Sascha Gehm, am Donnerstag. Zuvor hatte die Märkische Oderzeitung berichtet. Tesla arbeite daher auf der Grundlage eines vorläufigen Brandschutzkonzeptes, das von den Behörden freigegeben worden sei, sagte Gehm. Rund um Uhr seien acht Mitarbeiter als Brandwache und für Patrouillen in der Fabrik im Einsatz. Zudem seien an drei Standorten in der Halle Feuerwehrfahrzeuge stationiert.

Eile bei Inbetriebnahme automatischer Anlagen geboten

Baudezernent Gehm sagte: Der "Brandschutz ist abgesichert". So schnell wie möglich solle aber die automatische Brandmeldeanlage und die in der Produktionshalle verteilten Sprinkler in Betrieb genommen werden. Es sei klar gewesen, dass ein Werk dieser Größenordnung nach und nach hochgefahren werde, meinte Gehm. Tesla äußerte sich bislang nicht.

Umweltschützer kritisieren Entscheidung 

Der Naturschutzbund Brandenburg reagierte mit Kritik. Sprecherin Christiane Schröder sagte, mit "notdürftigem Behelfen" sei es nicht getan. Der Landkreis sei mit den Kontrollen zudem überfordert. Umweltschützer und eine Bürgerinitiative kritisieren seit langem, Behörden gingen zu lax mit Auflagen für Tesla um. Zudem befürchten sie Folgen für die Umwelt, weil das Gelände zum Teil im Wasserschutzgebiet liegt. Bereits am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass Tesla einen Lagerplatz für Abfälle auf seinem Gelände stilllegen muss. Zuvor hatte es dort gebrannt. Da Löschmittel ins Erdreich gelangte, wurden Bodenproben untersucht. Ein Ergebnis stand dem Landkreis zufolge noch aus.

Das macht die Tesla-Aktie 

Für die Papiere des Autobauers Tesla -1,29% geht es am Donnerstagnachmittag um rund vier Prozent nach unten. Damit nährt sich die Aktie der symbolisch wichtigen 275-Dollar-Marke. Fällt der Kurs darunter, dürfte der Verkaufsdruck weiter zunehmen (mit Material von dpa-AFX). 

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