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Wegen Baukosten-Explosion: Stornowelle setzt Bau-Aktien zu

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: HeidelbergCement

Schlechte Nachricht für die Wohnungsbaubranche: Wegen der strak gestiegenen Baukosten, die aus höheren Materialkosten und Energiepreisen sowie höheren Zinsen resultieren, hat sich die Stornowelle im August laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts fortgesetzt. Die seit Monaten schwache Performance der Bau-Aktien dürfte sich fortsetzen. 

Im August meldete nach einer am Montag veröffentlichte Umfrage des Münchner Ifo-Instituts mehr als jedes zehnte Unternehmen (11,6 Prozent), dass Bauherren Aufträge zurückgezogen hätten. Schon im Juli hatte es ein ganz ähnliches Bild gegeben. Neben den höheren Kosten sind laut dem Ifo-Institut auch gekürzte staatliche Zuschüsse Grund für die negative Entwicklung. 

Ifo-Index Wohnungsbau fällt auf niedrigsten Stand seit 1991

Dementsprechend hat sich in der Wohnungsbau-Branche Pessimismus breit gemacht, viele Unternehmen fürchten schlechtere Geschäfte. "Die Unternehmen verfügen immer noch über prall gefüllte Auftragsbücher, aber mit Blick auf die künftige Entwicklung greift die Angst um sich", sagte Ifo-Wohnungsbaufachmann Felix Leiss. Der Ifo-Index der Geschäftserwartungen im Wohnungsbau sank auf minus 48,3 Prozent. Das ist laut Ifo der tiefste Stand seit Beginn der monatlichen Befragungen im Jahr 1991.

Lieferkettenprobleme dauern an 

Die Lieferengpässe haben sich demnach im Vergleich zum Juli etwas entspannt, aber nach wie vor klagte mehr als ein Drittel (36,4 Prozent) der befragten Unternehmen über knappes Material. Sehr viele Bau-Unternehmen planen laut Ifo weitere Preiserhöhungen. Die Umfrage war Teil der monatlichen Konjunkturumfrage des Instituts in der deutschen Wirtschaft.

Das machen die Bau-Aktien

Für die Aktien aus dem Wohnungsbausektor ging es zum Wochenauftakt weiter nach unten. Die Sto-Vorzüge -0,27% gaben um rund ein Prozent nach, HeidelbergCement -0,55% verloren rund 0,9 Prozent und Wienerberger-Papiere +0,41% verbilligten sich um 1,3 Prozent. Damit bauten alle drei Papiere ihre schwache Performance seit Jahresbeginn aus: Bei Sto beläuft sich das Minus inzwischen auf 39 Prozent, HeidelbergCement verbilligten sich seit dem Jahreswechsel um 27 Prozent und Wienerberger gaben um 29 Prozent nach (mit Material von dpa-AFX)

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