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Wochenausblick DAX: Rezessionssorgen bremsen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock.com

Am deutschen Aktienmarkt bleiben die Furcht vor einer Rezession und vor Gas-Engpässen in der neuen Woche entscheidende Themen. Wie arg es um die Wirtschaft steht, darüber werden zahlreiche Daten etwa zum Konsumverhalten sowie zur Teuerung in der neuen Woche Aufschluss geben. Immerhin: In puncto Inflation könnte es in Deutschland ein Licht am Ende des Tunnels geben, wie einige Experten meinen.

"Die Inflations- und Zinsängste wurden abgelöst von Konjunktursorgen vor allem in Europa", schreibt Experte Christian Apelt von der Landesbank Helaba. Hierzu hätten etwa die gekürzten Gaslieferungen aus Russland beigetragen. Am deutschen Aktienmarkt gab es daher zuletzt wenig Lichtblicke. Der DAX +0,52% fiel in der abgelaufenen Woche immer wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Zählern. Zwischenzeitlich notierte der Leitindex so tief wie seit Anfang März nicht mehr.

Experten blicken auf März-Tief 

"Bis es mehr Klarheit bei Inflation, Geldpolitik sowie Konjunktur- und Unternehmensgewinnentwicklung gibt, werden die Märkte nervös bleiben", kommentiert Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Die zuletzt massiven Aktienverkäufe bezeichnet er als eine Art "Kapitulation", wenngleich noch nicht klar sei, ob der Ausverkauf beendet sei. So hat der DAX seit seinem Zwischenhoch Anfang Juni fast elf Prozent eingebüßt. Einige Experten hatten schon auf das März-Tief von 12.438 Zählern geschielt, auf das der Index nach Ausbruch des Ukraine-Krieges gefallen war.

Halver gibt aber auch zu bedenken: "Es wartet viel Geld an der Seitenlinie, das sich bei Perspektivenaufhellung sofort zurück an die Aktienmärkte traut und für eine Kursbefestigung sorgt", fügt Halver hinzu.

Keine Rezession in Deutschland erwartet

Vorsichtig optimistisch stimme auch, dass Deutschland in Fragen des Wirtschaftswachstums vergleichsweise gut positioniert sei, meinen die Experten der Commerzbank. Zwar dürfte sich die Konjunktur im Euroraum merklich abkühlen. "Allerdings sollten die vollen Auftragsbücher des verarbeitenden Gewerbes Deutschland vor einer Rezession bewahren." In den USA hingegen rechnen die Experten mit einer leichten Rezession im kommenden Jahr.

Wichtige Konjunkturdaten voraus 

Bleibt noch das Thema Inflation. Der Verlust an Kaufkraft und die Aussicht auf weiter steigende Preise insbesondere für Energie schlügen bei Verbrauchern auf die Stimmung, schreibt Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck. Daher dürfte am Dienstag das GfK-Verbrauchervertrauen für Juli kritisch beäugt werden. Er erwartet hier ein "trübes Stimmungsbild" und rechnet bei den Juni-Inflationszahlen mit keiner Entspannung.

Einen Einblick in die Teuerung in Deutschland gewährt das Statistische Bundesamt am Mittwoch - dann stehen die vorläufigen Verbraucherpreise für Juni an. Andere Experten sehen für Deutschland die Chance auf einen Lichtblick. "Die deutsche Teuerung könnte - dank Tankrabatt! - ein wenig zurückgehen", erwartet Helaba-Experte Apelt.

Zum Wochenausklang geht es am Freitag um die Inflation im Euroraum, um die es Experten zufolge weniger gut steht. "Wir gehen davon aus, dass die Inflationsrate im Euroraum auf 8,4 Prozent, ein neues Allzeithoch angestiegen ist", schreiben die Experten der Commerzbank. Angetrieben hätten einmal mehr die Kraftstoffpreise.

Wenige Unternehmenstermine 

Auf Seiten der Unternehmensagenda bleibt es in der neuen Woche wohl noch eher ruhig - eine Ausnahme ist am Montag Nike -0,31%. Der Sportartikel-Hersteller stellt seine Zahlen für das vierte Quartal nach Börsenschluss vor, die auch bei Anlegern von Puma -1,44% und Adidas -0,47% auf Interesse stoßen dürften. Die Branche hatte zuletzt wegen mieser Kauflaune und Lockdowns in China einen schweren Stand. Zudem lädt der Immobilienkonzern Adler Group +1,27% am Mittwoch zur Hauptversammlung ein und die Modekette H&M -1,84% veröffentlicht zur Wochenmitte ihre Q2-Zahlen (Mit Material von dpa-AFX).

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