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Zalando: Starke Erholung dank Quartalszahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Foto: Shutterstock

Die Aktie von Zalando legt am Donnerstag ein Kursfeuerwerk hin. In der Spitze verteuerten sich die Papiere des Online-Modehändlers zweistellig und setzten damit ihre Erholung fort. Grund für den deutlichen Kursanstieg sind die jüngsten Quartalszahlen. Zwar bereitete die Konsumflaute Zalando wie erwartet zu schaffen, dennoch will der DAX-Konzern im zweiten Halbjahr zurück in die Wachstumsspur finden.

Konkret fiel der Umsatz im zweiten Quartal um vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Das EBIT rutschte dabei von 184 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 77,4 Millionen Euro ab. Unter dem Strich brach der Gewinn auf 14 Millionen Euro ein. Im Vorjahr hatte der Wert – beflügelt durch die Lockdowns und dem daraus resultierenden Online-Boom – bei 120 Millionen Euro gelegen.

Kundenwachstum weiter intakt

Ein Plus verbuchte Zalando hingegen bei der Zahl der aktiven Kunden. Diese kletterte laut Unternehmensmitteilung um rund elf Prozent auf 49 Millionen Kunden. Allerdings gaben diese im Schnitt weniger Geld aus. Daher stagnierte das Bruttowarenvolumen bei rund 3,8 Milliarden Euro.

Ausgaben und Marge im Fokus

"Wir konzentrieren uns auf Maßnahmen zur Verbesserung unserer Effizienz und unserer Marge - diese werden uns helfen, in der zweiten Jahreshälfte unsere Profitabilität zu stärken", kommentierte Finanzchefin Sandra Dembeck. Um dies zu erreichen, führte Zalando in 15 Märkten einen Mindestbestellwert ein, der jetzt in allen 25 Zalando-Märkten gilt. Zudem senkte das Unternehmen seine Ausgaben für Marketing und Logistik.

Verbesserung im zweiten Halbjahr angepeilt

Für die zweite Jahreshälfte stellt Zalando ein Wachstum des Bruttowarenvolumens von 6 bis 13 Prozent in Aussicht, für das bereinigte EBIT hat das Unternehmen 154 bis 234 Millionen Euro auf dem Zettel. Dabei gilt insbesondere das vierte Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft als traditionell stark.

Beim Umsatz hält der DAX-Konzern für 2022 eine Stagnation bei 10,4 Milliarden Euro für möglich, im besten Fall könnte ein kleines Plus von drei Prozent herausspringen. Das bereinigte EBIT dürfte in diesem Jahr von 468,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 180 bis 260 Millionen Euro sinken. Die Mittelfristprognose bestätigte Zalando-Co-Chef Robert Gentz "aus heutiger Sicht".

Das macht die Zalando-Aktie

An der Börse zog die Zalando-Aktie +1,11% zuletzt um rund acht Prozent auf 29,79 Euro an. Zeitweise hatten die Papiere am Morgen bereits um bis zu elf Prozent angezogen und erholten sich damit weiter von dem im Juni erreichten Mehrjahrestief von etwas weniger als 21 Euro. Trotz der jüngsten Erholung summiert sich das Minus seit dem Rekordhoch von knapp 106 Euro auf mehr als 70 Prozent. Inzwischen ist die Aktie kaum mehr wert als zum Zeitpunkt des Börsengangs im Herbst 2014. Mit einem Börsenwert von etwas mehr als sieben Milliarden Euro zählt das Unternehmen zudem zu den Leichtgewichten im deutschen Leitindex, in den Zalando im September bei dessen Erweiterung auf 40 Werte aufgenommen wurde.

Sechs-Monats-Chart Zalando (in Euro)

Mit Material von dpa-AFX.

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